Drama an der Neuen Donau
Sprung von Reichsbrücke: Bursche vermisst
Einsatz-Taucher brachen Suche ab: Tödlicher Ausgang einer Mutprobe?
Ein junger Mann gilt seit seinem Sprung von der Reichsbrücke als vermisst. Taucher suchen heute nach ihm weiter.
Tragödie Samstagnachmittag an der Neuen Donau: Ein junger Mann sprang nahe der U-Bahn-Station von der Reichsbrücke ins Wasser und war kurze Zeit später nicht mehr auffindbar. Passanten alarmierten sofort die Rettung, die kurz vor 14 Uhr am Unglücksort eintraf. „Wir waren mit mehreren Teams vor Ort, die Freunde des jungen Mannes standen unter Schock, die Akutbetreuung Wien musste sich um sie kümmern“, so ein Sprecher der Wiener Rettung.
Parallel dazu rückte die Feuerwehr mit einem Großaufgebot an – mit Tauchern, Spezialisten und sogar einem Hubschrauber. Vier Stunden lang suchten Dutzende Feuerwehrleute nach dem vermissten Mann, dann musste die Suche aufgrund des schlechten Wetters erstmals unterbrochen werden. Am frühen Samstagabend unternahm die Feuerwehr noch einen weiteren Tauchgang – jedoch wieder erfolglos.
Experte: „Die Überlebens-Chance äußerst gering.“
Sollte sich der Mann nicht selbst gerettet haben, stehen die Überlebenschancen schlecht. Christian Seiler von der Wiener Feuerwehr sagt zu ÖSTERREICH: „Wenn der junge Mann bis jetzt nicht gefunden ist, ist die Überlebenschance sehr gering. Die Unterkühlung ist nach so einer Zeit massiv, die Strömung ist nicht zu unterschätzen“, so der Experte. Laut ersten Informationen soll es sich beim Sprung um eine Mutprobe gehandelt haben. Am Sonntag will die Feuerwehr bei Anbruch des Tageslichts erneut nach dem Mann suchen.
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