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Terror-Alarm: Jetzt spricht der Cowboy

Wien

Terror-Alarm: Jetzt spricht der Cowboy

Für großes Aufsehen hatte am Dienstag ein Terror-Alarm in der Wiener U-Bahn gesorgt. Grund für den Großeinsatz der Polizei war Wolf Memphis (51) alias "Cowboy Man": Der Ex-WEGA-Polizist arbeitet als Security bei einem Wiener Innenstadt-Juwelier und war mit der U-Bahn auf dem Weg zur Arbeit - mit schusssicherer Weste und Dienstwaffe.

Cowboy Man im oe24-Interview

Video zum Thema Interview mit "Cowboy-Man"

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Duell in der U-Bahn
Ein zufällig anwesender Mitarbeiter der Wiener Linien stellte den Cowboy im Waggon zur Rede. Denn: Personen, die geladene Schusswaffen mit sich führen, sind laut Bestimmungen von der Beförderung ausgeschlossen. Eine Ausnahme gilt für Polizeibeamte.

Ein Wortgefecht folgte. "Er hat mir einen Ausweis gezeigt und gesagt, ich soll die U-Bahn verlassen", schildert der Cowboy Man im Gespräch mit oe24. Der Security-Mann blieb hart: "Ich steige hier sicher nicht aus." Ausgestiegen sei in der Station Landstraße nur der Kontrollor. Der Cowboy fuhr jedoch - wie geplant - bis zur Station Herrengasse weiter. "Ihm ging es nicht um die Sicherheit. Er wollte sich nur profilieren. Es war eine falsche Reaktion. Er hätte an Ort und Stelle Terror-Alarm geben müssen. Doch erst 20 Minuten später hat er die Polizei informiert."

Tatsächlich war der Cowboy schon an seinem Dienstort in der Naglergasse angekommen, als er in der Umgebung reges Treiben von Polizei-Sondereinheiten mit Sturm-und schusssicheren Westen bemerkte. "Ich habe daraufhin einen Bekannten bei der Polizei angerufen und wollte wissen, was los ist."

"Sucht ihr jemanden? Das bin ich"
Als klar wurde, dass eine bewaffnete Person in der U-Bahn gesucht wurde, outete sich der Cowboy: "Das bin ich." Knapp eine Stunde später wurde er von dem Mitarbeiter der Wiener Linien bei einer Gegenüberstellung identifiziert.

Der 51-Jährige nimmt den Wirbel um seinen Weg zur Arbeit gelassen. Er fordert eine Ausnahmegenehmigung vom Schusswaffenverbot für gekennzeichnetes Security-Personal - und gibt einen Tipp: "Wenn Sie etwas Verdächtiges sehen, rufen Sie die Polizei."

Im Sommer könnte es in der Wiener U-Bahn ruhiger werden. Dann wird Wolf Memphis, der 2015 auch sein Elvis-Museum wiederbeleben will, auf Unplugged-Tour gehen. Als Musiker, nicht als Security.

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