17. November 2008 09:13

Grausiger Fund 

Toter Frosch im Spinat entdeckt

Eine Wienerin staunte nicht schlecht, als sie beim Spinat-Kochen einen toten Frosch zwischen den Blättern fand. In Dänemark landete ein solcher Fall jetzt vor dem Parlament.

Toter Frosch im Spinat entdeckt
© privat
Toter Frosch im Spinat entdeckt
© privat
Toter Frosch im Spinat entdeckt
© privat

Eigentlich wollte sie sich und ihrer Tochter nur eine ganz normale Mahlzeit zubereiten. Doch für Martina R. (Name von der Redaktion geändert) wurde die vorabendliche Kocherei zu einem Erlebnis ganz besonderer Art: Sie wunderte sich, dass sich der Blattspinat nicht ordentlich aufgelöst hat - und fand - als sie genauer hinsah - vor wenigen Tagen einen ganzen toten Frosch zwischen den Blättern! Lediglich ein Bein fehlte - dieses hat sie ihm beim Umrühren mit dem Löffel abgesäbelt. Ekel und Entsetzten machten sich breit. Der Appetit war ihr gehörig vergangen, sie war geschockt. "Ich hätte ja fast davon gekostet", so die Wienerin zu oe24.at

E-Mail an den Konzern
Martina R. erzählte unserer oe24.at-Redakteurin, dass sie den Spinat in ihrem Stamm-Supermarkt gekauft habe. Bei dem Spinat handelte es sich um die Eigenmarke des Konzerns. Diesen kontaktierte sich nach der ersten Verarbeitung des Schocks auch per E-Mail: "Mir ist der Appetit gründlich vergangen", schrieb sie dem Lebensmittelkonzern. Und: "Werde mein Gemüse in Zukunft wohl woanders kaufen". Die junge Mutter erzählte oe24.at außerdem: "Mir ekelt jetzt vor grünem Gemüse. Ich werde außerdem wohl noch einige Zeit genauer hinschauen, was ich da koche.."

"Werden der Sache nachgehen"
Der Lebensmittelkonzern nahm rasch Stellung zu dem Vorfall und entschuldigte sich bei der Wienerin: "Selbstverständlich werden wir der Sache nachgehen und mögliche Ursachen, die zu diesem Mangel geführt haben, unverzüglich abstellen. Vorab haben wir unseren Hersteller angewiesen, noch stärker Qualitätskontrollen durchzuführen. Zur weiteren Klärung des Falles haben wir den Hersteller informiert und Ihr Schreiben weitergeleitet. Der Hersteller wird sich dann noch direkt mit Ihnen in Verbindung setzen." *

Gratis-Kaffee als Dankeschön
Als "Dankeschön" für die Beschwerde gab es außerdem drei Packungen Gratis-Kaffee. Ob das eine ausreichende Entschädigung für den Schock ist? Martina R. gegenüber oe24.at: "Einfach lächerlich! Ich trinke nicht einmal Kaffee." Und: "Bei einem Vorfall, wo nicht genügend Wechselgeld rausgegeben wurde, fände ich es passend, aber das ist ein ernsthafter Qualitätsmangel eines Produktes!" Außerdem glaube sie nicht, dass sie je etwas vom Hersteller hören werde.

Fall fürs Parlament?
In Dänemark landet der Fund eines toten Frosches in einem Sackerl Gummibärchen jetzt immerhin vorm Parlament. Dort konnte die Herkunft des Frosches nach einem halben Jahr nicht geklärt werden - und es werden jetzt offizielle Auskünfte von der Regierung zu dem Fall eingefordert. Die Gesundheitsbehörde dort sagte lediglich: "Der Verzehr des toten Tieres wäre für niemanden gesundheitsschädlich gewesen." Mahlzeit!

* oe24.at liegt die gesamte Stellungnahme schriftlich vor.


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