31. August 2009 08:25
© Lisi Niesner/TZ ÖSTERREICH
Für Verkehrssünder werden die Zeiten härter: Das Verkehrssicherheitspaket
von Verkehrsministerin Doris Bures (S) ist in Kraft, das höhere Strafen für
Raser und härtere Maßnahmen gegen Alkohol am Steuer vorsieht. Vorgesehen
sind zudem verpflichtende Fahrkurse für Mopedlenker mit Praxis im
Straßenverkehr. Wer sein Kind nicht ordnungsgemäß im Auto sichert, bekommt
künftig Seminare aufgetragen.
Rasen wird teurer
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30km/h zu schnell (Bundesstraße)
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70 Euro bis 726 Euro
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40 km/h zu viel im Ortsgebiet oder 50 km/h zu viel außerorts
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mind. 150 Euro, Führerschein zwei Wochen weg
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Organmandate (Autobahn)
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zwischen 20 und 50 Euro
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Anonymverfügungen (Autobahn)
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30 bis 60 Euro
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Auch betrunken Fahren kostet mehr
Teurer wurden auch
Alkohol-Vergehen, bei denen ab einem gewissen Beeinträchtigungsgrad
sogenannte Coachings zur Anwendung kommen.
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0,5 bis 0,79 Promille
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zwischen 300 und 3.700 Euro fällig (bisher 218 bis 3.633 Euro)
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0,8 bis 1,19 Promille
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800 bis 3.700 Euro, plus ein Coaching
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ab 1,6 Promille
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Führerscheinentzug für sechs Monate
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Moped-Führerschein
Strengere Regeln gibt es außerdem für
Fahrzeuge mit roten Kennzeichen wie Mopeds und Microcars:
- mindestens zwei Stunden Fahrpraxis im Verkehr
- sechs am Übungsplatz
- sechs Stunden Theorie inklusive Theorieprüfung
Bisher sah die Ausbildung für 15-jährige Mopedlenker nur Fahren am
Übungsplatz, nicht aber begleitetes Fahren im Straßenverkehr vor.
Über 16-jährige Lenker konnten überhaupt ohne Fahrpraxis sofort am
Straßenverkehr teilnehmen. Als "ein Teil des
Verkehrssicherheitspakets" sei die Änderung essenziell für mehr
Sicherheit auf den Straßen, "60 Prozent aller Mopedunfälle
passieren Anfängern im ersten halben Jahr - das heißt, es fehlt ihnen an
Fahrpraxis." Wer schon bisher den Mopedausweis hat, hat ab September
zwei Jahre Zeit, sich eine entsprechende Bestätigung bei der zuständigen
Behörde zu holen, ohne Kurse nachholen zu müssen. Führerschein-Inhaber
brauchen auch weiterhin keine Mopedausbildung.
Kindersitz-Kurse
Neu ist auch: Wer sein Kind nicht ordentlich
mit Kindersitz und entsprechenden Befestigungen schützt, muss künftig Kurse
besuchen.
Mit der Verkehrssicherheit hat auch zu tun, dass die Wunschkennzeichen
teurer werden. Die daraus gewonnenen Mittel fließen zu einem großen Teil in
den Verkehrssicherheitsfonds, der wegen des Sparpakets der Bundesregierung
mit weniger Mitteln ausgestattet wurde. Aus diesem Topf werden Projekte wie
beispielsweise die Schulung von Kindern finanziert. Taferl nach Maß wie "Karl
1" oder "Oma 5" kosten daher statt 145 Euro künftig 200 Euro.