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Wieder Massenschlägerei am Praterstern

Wien-Leopoldstadt

Wieder Massenschlägerei am Praterstern

Eine Rauferei zwischen sechs bis acht jungen Männern hat am Dienstagabend einen Großeinsatz der Polizei am Wiener Praterstern in der Leopoldstadt zur Folge gehabt. Wie Polizeisprecher Harald Sörös berichtete, waren im Hallenbereich rund 50 bis 60 junge Männer meist afghanischer Herkunft mit "aggressiver Grundstimmung" anwesend.

Insgesamt rückten mehr als ein Dutzend Uniformierte aus, es gab drei Festnahmen. Auch drei Streifenwagen mit je zwei Beamten der Wiener Einsatzgruppe Alarmabteilung (Wega) wurden als Verstärkung zum Praterstern beordert, sagte Sörös.

Bei den Festnahmen war zweimal Widerstand gegen die Staatsgewalt der Grund, einmal das Delikt der "Anstandsverletzung". Laut Sörös sollen die anwesenden Personen die Beamten mit wüsten Beschimpfungen beleidigt haben.

Ähnliche Schlägerei am Wochenende

Erst am Wochenende kam es zu einer ähnlichen Schlägerei. Wie Augenzeuge Erich W. schildert, waren zwei Österreicher – zwei Brüder mit einem AmStaff-Rüden – am Praterstern und ärgerten sich darüber, dass ihnen mehrmals Drogen angeboten wurden. Dann verbellte ihr Hund auch noch einen der mutmaßlichen Dealer, worauf die Afghanen auf das Tier hingeboxt haben sollen.

Daraufhin eskalierte die Situation, in die auch zwei Türsteher des Szene-Lokals „Fluc“ hineingezogen wurden, die beruhend eingreifen wollten. Sie mussten sich mit Pfefferspray gegen die Beteiligten der Schlägerei wehren: Mittlerweile, es war 23.25 Uhr, waren um die 30 Afghanen vor Ort, die sich mit den Brüdern eine wilde Faustschlacht lieferten, bestätigt der Augenzeuge gegenüber ÖSTERREICH. Als die alarmierte Polizei vor Ort eintraf, waren die Afghanen ebenso schnell verschwunden, wie sie aufgetaucht waren.

Kickl: Aktion scharf gegen kriminelle Flüchtlinge

Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) nimmt die jüngsten Vorfälle mit Afghanen zum Anlass, um die Fremdengesetze weiter zu verschärfen. Konkret sollen straffällig gewordene Asylwerber nach verbüßter Haftstrafe in Anschlussschubhaft genommen werden.

Auslöser dieser Überlegungen ist der Fall des 23-jährigen Afghanen, der in Wien-Leopoldstadt vier Personen niedergestochen und schwer verletzt hatte. Der Afghane war im Zuge der großen Flüchtlingsbewegung 2015 nach Österreich gekommen. Als kein Ende seines Asylverfahrens in Sicht war, beantragte er beim Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl (BFA) seine freiwillige Rückkehr. Er bekam diese auch bewilligt, wurde allerdings in weiterer Folge nicht abgeschoben. Der Afghane soll nämlich sein Ausreisezertifikat nicht behoben haben.

 

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