21. Mai 2009 21:34

Nach Sprung in Donau 

Wiener Bub kämpft um sein Leben

Zu einem unfassbaren Drama kam es Donnerstagnachmittag auf der Donauinsel. Ein 9-Jähriger sprang in die Donau, ging unter – und alle sahen zu.

Wiener Bub kämpft um sein Leben
© APA/GINDL/APA/BARBARA GINDL

Der 9-jährige Bub, der Donnerstagnachmittag nach einem Sprung in die Donau auf der Wiener Donauinsel untergegangen ist, ringt weiter mit dem Tod. "Die Lage ist ernst", sagte eine Ärztin. Die Details des Unfalles sind weiter unklar, die Eltern des Kindes lehnen jeden Kontakt mit Medien ab.

Sprung vom Ponton
Das Kind hatte laut Polizei gemeinsam mit seinen Eltern ein muslimisches Fest auf der Donauinsel besucht. Unbemerkt von seinen Eltern dürfte es auf einen Ponton gestiegen und von dort ins Wasser gesprungen und nicht mehr aufgetaucht sein. Da der Neunjährige bei seiner Bergung keine sichtbaren Verletzungen aufgewiesen hat, liegt laut Rettung die Vermutung nahe, dass der Bub durch das kalte Wasser einen Schock erlitten hat.

Was danach geschah, ist rätselhaft: Offenbar hat niemand der anwesenden Besucher den Vorfall mitbekommen oder dem Bub geholfen. "Das Problem war, dass das Kind so lange im Wasser war", so ein Sprecher der Rettung. Erst nach zehn Minuten hat ein Passant mit seinem Handy die Einsatzkräfte verständigt. Die Feuerwehr war nach einer Minute an Ort und Stelle, Taucher bargen das schwer verletzte Kind.

Fehlende Zivilcourage?
Ein Feuerwehrmann erklärte, dass von den rund 200 anwesenden Personen, kein einziger versuchte dem Buben zu helfen. Dieser Darstellung widersprechen jedoch einige Zeugen, die darauf hinwiesen, dass sehr wohl versucht wurde den Buben zu finden.


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