Wiener Judotrainer vergewaltigte Mädchen

Urteil

Wiener Judotrainer vergewaltigte Mädchen

Ein ehemaliger Judotrainer, der an einer Wiener Volksschule beschäftigt war, ist am Montag im Straflandesgericht zu einer insgesamt fünfjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Den rechtskräftigen Feststellungen zufolge hat der 48-Jährige zwei seiner Schülerinnen vergewaltigt und ein drittes Mädchen sexuell missbraucht. Die Opfer waren zehn bzw. elf Jahre alt.

Erstmals war der 48-Jährige im Dezember 2011 vor Gericht gestanden, nachdem er eine damals Elfjährige deren Angaben zufolge mit Schlafmitteln betäubt und vergewaltigt haben soll. Er wurde dafür zu dreieinhalb Jahren unbedingter Haft verurteilt. Nachdem er vorzeitig bedingt aus dem Gefängnis entlassen wurde, meldeten sich zwei weitere Mädchen, die ebenfalls von massiven Übergriffen berichteten, die sich bereits in den Jahren 2008 und 2009 ereignet hatten. Der Judotrainer wanderte daraufhin am 7. Jänner 2016 in U-Haft.

In der heutigen Verhandlung war der Angeklagte zu den beiden länger zurückliegenden Fällen geständig. "Ich bin schuldig. Ich bereue es sehr", gab der Mann zu Protokoll, der zuletzt in der Gastronomie gearbeitet hatte. Er habe im Gefängnis eine Therapie gegen seine sexuellen Neigungen absolviert und wäre - hätte diese keinen Erfolg gehabt - nicht auf freien Fuß gekommen: "Ich verspreche Ihnen, dass diese Fälle nicht mehr vorkommen." Der Schöffensenat (Vorsitz: Stefan Apostol) verhängte schließlich unter Bedachtnahme auf das Ersturteil eine Zusatzstrafe von 18 Monaten, so dass im Gesamten fünf Jahre zu verbüßen sind.

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