08. Juni 2009 17:33

Exzesse am Areal 

Wirbel um Alk-Verbot im Wiener MQ

Die ersten Proteste gegen das Privat-Getränke-Verbot im Wiener Museumsquartier sind bereits angekündigt.

Wirbel um Alk-Verbot im Wiener MQ

Gegen die neue Regel des Wiener Museumsquartiers, derzufolge auf dem Areal keine selbstmitgebrachten alkoholischen Getränke mehr konsumiert werden dürfen, regt sich Protest: Am 20. Juni versammeln sich Gegner der Bestimmungen unter dem Motto "Bring your beer to the Museumsquartier" um 18.00 Uhr im Museumsquartier, um einander fünf Minuten lang während des Trinkens privater Getränke regelmäßig laut zuzuprosten, kündigten die Organisatoren an.

"Exzesse & Müllproblematik"
Das Museumsquartier verteidigte die Regelung in einer Aussendung. "Grund für diese neue Maßnahme ist, dass es seit dem Start des diesjährigen Sommers im MQ wiederholt zu Exzessen am Areal gekommen ist, die bei diversen Anlässen auch von der Polizei als akute Sicherheitsgefährdungen für andere MQ Besucher qualifiziert wurden", hieß es in einer Aussendung. Hinzu komme eine "erhebliche Müllproblematik". "Es geht nicht darum, den Umsatz der MQ-Gastronomie zu steigern", meinte die Geschäftsführung.

Die Gegner sehen das freilich anders. "Das MQ ist ein öffentlicher Platz und wird mit unseren Steuergeldern finanziert, im Jahr 2005 mit ca. elf Mio. Euro. Wir sehen nicht ein, wieso wir dazu gezwungen werden sollten, das Bier vor Ort zu kaufen", kritisierten sie.


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