10. Jänner 2008 20:22
Nach dem Rekord des Vorjahres von insgesamt 76 Bankrauben geht es auch im
neuen Jahr nach ein paar Tagen Ruhepause weiter: Zwei Geldinstitute in
Wien-Leopoldstadt und in Wien-Simmering sind am Donnerstagabend von jeweils
einem bewaffneten Täter überfallen worden. In beiden Fällen konnte der
Räuber flüchten: In Simmering nahm ein Zeuge die Verfolgung auf, musste dann
aber aufgeben, so die Polizei. Alarmfahndungen blieben vorerst erfolglos.
Täter flüchtig
Gegen 17.15 Uhr betrat ein mit einer
schwarzen Wollhaube und einer Mütze vermummter Mann die BAWAG am Leberweg 8
in Simmering. Der Mann sagte "Geld, ruhig" und zwang die Kassierin mit einer
dunklen Faustfeuerwaffe, die Kassenlade zu öffnen, teilte ein Ermittler mit.
Der Unbekannte stopfte Bargeld in seine mitgebrachte Tasche und flüchtete
daraufhin aus der Bank.
Kunde nimmt Verfolgung auf
Ein Kunde, der sich gerade mit seiner
Frau im Geldinstitut befand, nahm die Verfolgung auf. Der Räuber stürzte
sich allerdings auf ein offenbar bereitgestelltes Fahrrad und radelte dem
Mann schließlich in Richtung Miltnerweg davon. Die drei Angestellten und das
Ehepaar blieben unverletzt.
Ortskundiger Täter
Laut Polizei dürfte es sich um einen
ortskundigen Täter gehandelt haben. Der Mann soll etwa 1,70 Meter groß und
zwischen 35 und 40 Jahre alt gewesen sein und ausländischen Dialekt
gesprochen haben.
Überfall in Wien-Leopoldstadt
Nur etwa zehn Minuten zuvor
hatte ein mit einer Sturmhaube maskierter Mann die Erste Bank in der
Lassallestraße 34 in der Leopoldstadt überfallen. Er bedrohte einen
Angestellten mit einer schwarzen Faustfeuerwaffe und forderte laut einer
Zeugin im Wiener Dialekt "große Scheine", teilte eine Sprecherin der Polizei
mit.
Niemand wurde verletzt
Der Mitarbeiter musste Bargeld in ein vom
Täter mitgebrachtes Plastiksackerl geben. Danach flüchtete der Unbekannte zu
Fuß in Richtung Praterstern. Die anwesenden zwei Kunden und sieben
Angestellte blieben unverletzt. Der Räuber war rund 1,80 Meter groß und von
normaler Statur.