Sonderthema:
1.000 Kirchenaustritte im Burgenland

Im Jahr 2009

© ÖSTERREICH/ Schwarzl

1.000 Kirchenaustritte im Burgenland

Im Burgenland sind im Vorjahr 1.033 Personen aus der Katholischen Kirche ausgetreten, teilte die Diözese Eisenstadt am Montag mit. Betrachtet man die Daten bis zum Jahr 2004, wurde erstmals die Grenze von 1.000 Austritten überschritten. Rund 90 Personen wurden wieder in die Kirche aufgenommen oder sind neu eingetreten. 2008 hatten 830 Menschen die Glaubensgemeinschaft verlassen.

Distanz zur Institution
Knapp drei Viertel der Burgenländer gehören weiterhin der Katholischen Kirche an. Die Austritte seien zum Teil auch beeinflusst durch einige amtskirchliche Entscheidungen, die deutlichen Protest hervorgerufen hätten, heißt es von der Diözese. Die Hauptursache für einen Kirchenaustritt liege meistens in der Distanz zur Institution. Eine Rolle bei der Entwicklung der Austrittszahlen spiele auch die Finanz- und Wirtschaftskrise.

Interesse besteht weiterhin
Wie auch andere Institutionen, die einen Solidarbeitrag einheben, spüre die Kirche den Druck jener, die mit ihrem persönlichen oder familiären Budget besonders sorgsam umgehen müssen und jede Ausgabe kritisch hinterfragen. Erfreulich sei die Tatsache, dass das Interesse an Kirche und Religion weiterhin bestehe. Dies zeige sich auch an den Zugriffszahlen auf die Homepage der Diözese Eisenstadt (http://www.martinus.at). 2009 haben rund 187.000 Besucher weit mehr als 4,7 Mio. Seiten aufgerufen.

Im Burgenland gibt es derzeit rund 207.000 Katholiken (72,94 Prozent der Gesamtbevölkerung). In 27 Pfarren des Burgenlandes gab es 2009 keine Austritte.

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