2010 etwas weniger Untaugliche als zuvor

Wehrpflicht

2010 etwas weniger Untaugliche als zuvor

Der Anteil der jungen Männer, die bei der Musterung durchfallen, ist in den vergangenen Jahren relativ stabil geblieben bzw. zuletzt sogar leicht zurückgegangen. Nach aktuellen Zahlen des Verteidigungsministeriums wurden im Vorjahr 6.116 Stellungspflichtige als untauglich nach Hause geschickt. Dies entspricht rund 13,2 Prozent der insgesamt 46.399, die 2010 zur Musterung antreten mussten. 36.610 Männer wurden als tauglich klassifiziert.

Rückgang
Damit liegt die Untauglichen-Quote leicht unter jener von 2009, als 14,3 Prozent oder 6.422 von 44.988 "Gemusterten" nicht für Wehr-oder Zivildienst geeignet waren. In den Jahren davor war der Anteil nur leicht geschwankt. Längerfristig zeigt die Statistik aber eine Zunahme, betrug die Quote doch 1986 nur 10,6 Prozent.

ÖVP hat ja zuletzt ihre Ideen für verschärfte Kriterien vorgelegt und wünscht sich, dass ein Teil der Untauglichen künftig für Systemerhalter-Dienst im Bundesheer oder Zivildienst herangezogen werden möge: Rund die Hälfte der Ausgemusterten würden dafür in Frage kommen, schätzte Zivildienstsprecher August Wöginger.

Weniger Zivildiener
Im Vorjahr gab es übrigens erstmals seit langem wieder etwas weniger Zivildiener: Nachdem 2005 "nur" rund 10.000 Wehrersatzdienstleistende gezählt worden waren, war ihre Zahl bis 2009 auf über 14.000 gestiegen. 2010 wurden dann 12.733 gezählt. Im Gegenzug entschieden sich wieder mehr für den Wehrdienst, nämlich 28.975 im Vorjahr und damit deutlich mehr als 2009 mit 25.787.

Im folgenden die Musterungs-Bilanz seit 2005

Jahr   Stellungs-   Tauglich   Untauglich   Zivildienst   
       pflichtige
2005   42.432        32.309      6.339        9.992         
2006   43.803        33.454      6.304       11.232         
2007   43.832        33.913      6.200       12.492         
2008   44.140        34.767      6.566       13.138         
2009   44.988        35.618      6.422       14.068         
2010   46.399        36.610      6.116       12.733         

* Stehen für Wehrdienst zur Verfügung, werden nicht alle
  in diesem Jahr einberufen.

   Die Differenz zwischen der Gesamtzahl von Tauglichen und
   Untauglichen der Zahl der Stellungspflichtigen ergibt sich
   u.a. durch vorübergehende Untauglichkeit, die Betreffenden
   müssen zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal vorstellig werden.

Quelle: BMLVS

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