28 Terrorverdächtige zu Besuch bei Fischer

Ramadan-Empfang

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28 Terrorverdächtige zu Besuch bei Fischer

Beim Empfang von Bundespräsident Heinz Fischer zum Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan soll sich nicht nur ein einzelner Terrorverdächtiger befunden haben. Bei den Empfängen von Bundespräsident, Kanzler und Wiener Bürgermeister sollen mehrere Unterstützer von islamistischen und auch terroristischen Gruppen anwesend gewesen sein. Laut "Wiener Zeitung" waren es bis zu 28 Terrorverdächtige.

Spenden an die Hamas
Gegen zwei Personen soll die Staatsanwaltschaft Wien ermitteln. Den Verdächtigen werde zur Last gelegt, Spenden an die Hamas transferiert zu haben. Seit 2003 sollen allein im Monat Ramadan regelmäßig rund 40.000 Euro an das "Al Salah Islamic Committee" in Gaza überwiesen worden sein.

Innenministerium schweigt
Vom Innenministerium gibt es noch keinerlei Bestätigung. Der Ministeriumssprecher wiederholte nur, dass das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung keine Rechtsgrundlage für die Überprüfung von Gästen einer geschlossenen Veranstaltung habe.

Außerdem sei man von der Veranstaltung bei Fischer nicht informiert gewesen und beim Empfang im Kanzleramt seien Sicherheitsmaßnahmen - etwa Zutrittskontrollen - durchgeführt worden.

Glaubensgemeinschaft verteidigt sich
Die Islamische Glaubensgemeinschaft weist die Vorwürfe, auf ihrer Gästeliste hätten sich Terrorverdächtige befunden, zurück. Die IGGiÖ erstellte seinerzeit die Liste der Einzuladenden. Man habe Jugend- und Frauenvertreter, Seelsorger, Vertreter von Moscheen und Bildungseinrichtungen auf die Liste gesetzt und diese dann dem Bundeskanzleramt übermittelt.

Demnächst kommt Bin Laden
FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache findet die Angelegenheit einen "ungeheuerlichen sicherheitspolitischen Skandal". "Wenn das so weitergeht, wird bald Osama bin Laden in unseren Ministerien ein- und ausgehen, ohne dass ihn jemand erkennt oder es für bedenklich hält", warnt Strache.

Auch ÖVP-Innenminister Günther Platter bekommt sein Fett ab. Strache hält ihn für "völlig unfähig".

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