5.000 Assistenzeinsatz-Soldaten müssen Geld zurückzahlen

Rechenfehler

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5.000 Assistenzeinsatz-Soldaten müssen Geld zurückzahlen

Einem fehlerhaften PC-Programm des Bundesrechenzentrums "verdanken" es rund 5.000 Bundesheer-Soldaten, dass sie einen Teil ihrer Einsatzzulagen zurückzahlen müssen. Bekommen haben sie das Geld zwischen Jänner 2006 und August 2007 beim Assistenzeinsatz an der Grenze oder bei Hochwassereinsätzen. Nun wurde man auf den Fehler aufmerksam.

Fehler in der Software
Den betroffenen Bundesbediensteten hätte eigentlich der Pensionsbeitrag abgezogen werden müssen. Mit dem vom Bundesrechenzentrum installierten Programm wurde ihnen "aber der viel niedrigere Krankenversicherungsbeitrag abgezogen und der höhere Pensionsbeitrag ausbezahlt. So kam es zu einem Übergenuss, der ab jetzt in Raten vom Gehalt abgezogen und in die Pensionskasse nachgezahlt wird".

Maximal 1.000 Euro
Wie viel die Soldaten zurückzahlen müssen, hängt von der Zahl der Einsätze, der jeweiligen Gebührenstufe, dem Dienstalter und dem Pensionsbeitrag ab. Die Obergrenze liegt bei 1.000 Euro. Die Militärs haben jetzt das Gefühl, sie müssten ausbaden, was außerhalb ihres (Verteidigungs)Ministeriums geschehen ist.

Rechenzentrum weist Vorwürfe zurück
Das BRZ will damit nichts zu tun haben, man habe "korrekt gehandelt". Grund für den Fehler sei eine Verfahrensumstellung der Bundesbesoldung im Jahr 2006. Dabei sei eine den Pensionsbeitrag betreffende Einstellung nicht korrekt durchgeführt worden. Das sei auch bei gemeinsamen Tests von Finanz- und Verteidigungsministerium nicht entdeckt worden.

Das BRZ selbst sei nur Dienstleister des Bundes.

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