Pisa-Absturz für Österreich

5.000 Schüler geprüft

© Bieniek

Pisa-Absturz für Österreich

Das wird die Diskussion über die heimischen Schulen weiter anheizen: Am 7. Dezember werden die neuen PISA-Ergebnisse präsentiert. Vor dieser Studie, bei der Schüler aus 67 Staaten verglichen werden, zittern Bildungs-Verantwortliche bei jeder Auswertung. Denn Österreichs Schüler liegen in den Test-Kategorien (Lesen, Mathe, Naturwissenschaften) immer im Durchschnitt – Hunderte Punkte hinter Testsieger Finnland.

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Katastrophe
Für heuer wird eine Katastrophe erwartet: Insider verraten, dass in der aktuellen Auswertung ein Total-Absturz der Schüler zu erwarten ist. Als erste Ergebnisse eintrafen – sie sind topsecret –, waren die Werte so dramatisch, dass sie sogar nachgerechnet wurden – man konnte sie nicht glauben ...

So funktioniert der Test: Im Vorjahr wurden 5.000 Schüler des Jahrgangs 1993 aus 150 Schulen ausgewählt. Zwei Stunden lang wurden sie geprüft. Die Vorbereitungen waren gewaltig: Alle Fragen mussten in den 67 Teilnehmer-Ländern koordiniert werden.

Jubel
Beim letzten PISA-Test 2006 kam Österreich mit einem blauen Auge davon. In Mathematik und Naturwissenschaften erreichten wird erstmals Ergebnisse über dem OECD-Schnitt. Aber: Immer noch meilenweit hinter Sieger Finnland. Und: Die heimische Lese-Kompetenz lag deutlich unter dem Schnitt (siehe unten). Günter Haider, Österreichs PISA-Chef: "Es gibt zu viele Kinder, die schlecht lesen. Das macht mir Sorge."

Polit-Futter
Die ÖVP wird den Schul-Absturz wohl politisch nutzen. Seit Monaten schwelt der Streit um die Schulkompetenzen (ÖVP will die Kompetenzen bei den Ländern, SPÖ im Bund). Jetzt werden die Schwarzen wohl auf die Studie verweisen und die Bildungspolitik von SP-Ministerin Claudia Schmied gewaltig kritisieren.

Die erste Chance gibt es heute: beim Schulgipfel, ab 12.00 Uhr.

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