8,7 Prozent mehr Sozialhilfe-Empfänger

Auswirkung der Krise

8,7 Prozent mehr Sozialhilfe-Empfänger

Die Zahl der Sozialhilfeempfänger ist im Dezember 2009 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum österreichweit um 8,7 Prozent oder knapp 8.000 Personen gestiegen. Das geht aus den aktuellsten Daten des Sozialministeriums hervor. Sie sind allerdings nicht ganz vollständig. Sozialminister Rudolf Hundstorfer (S) betonte vor dem Ministerrat am Dienstag, man müsse den Anstieg ein wenig relativieren.

Waren es im letzten Monat 2008 noch 90.957 Sozialhilfebezieher, wurden im Dezember 2009 98.893 verzeichnet (+8,7 Prozent). Die Zahl stieg laut den Unterlagen in allen Bundesländern, dies aber in unterschiedlichem Ausmaß. Die Steigerungsrate lag dabei zwischen drei und 20 Prozent.

Anstieg sei zu relativieren
Der Anstieg bei den Beziehern sei zu relativieren, erklärte der Minister vor Journalisten. Von 2007 auf 2008 sei er nämlich genau so hoch gewesen und dabei handelte es sich noch um eine Zeit der Hochkonjunktur. Außerdem sinke die Zahl der Dauer-Sozialhilfebezieher, zugenommen hätten die sogenannten "Aufstocker", die zu ihrem niedrigen Gehalt oder zum Arbeitslosengeld noch etwas dazu bekommen. Dass es von diesen nun mehr gebe, habe mit der Wirtschafts- und Finanzkrise zu tun, so Hundstorfer.

Eine starke Steigerung wurde zuletzt bei den Langzeitarbeitslosen verzeichnet, hier liegen neueste Daten aus dem Jänner 2010 vor. Zwischen Jänner 2008 und dem Vergleichszeitraum 2009 sank die Zahl der Langzeitbeschäftigungslosen zwar von 39.220 auf 34.601. Im ersten Monat 2010 stieg sie jedoch auf 43.094. Die Veränderung zwischen Jänner 2008 und Jänner 2010 betrug somit +9,9 Prozent. Von der Steigerung waren in erster Linie Personen zwischen 15 und 24 Jahren sowie Männer im Haupterwerbsalter betroffen.

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