8% weniger Asylwerber nach Schengen-Öffnung

Rückgang

8% weniger Asylwerber nach Schengen-Öffnung

Als „sehr positiv“ bezeichnet VP-Innenminister Günther Platter die erste Bilanz nach der Schengenerweiterung bei Asylwerbern. Von Jänner bis März dieses Jahres gab es 2.811 Asylanträge – um 8,3 Prozent weniger als im ersten Quartal des Vorjahres (siehe Grafik). „Es ist ruhig worden“, bestätigt auch Franz Gartner, Vizebürgermeister von Traiskirchen. Noch im Jänner schlug er wegen Ansturms Alarm.

Experten widersprechen
Platter lobt vor allem das Fremdenrechtspaket, das nun „Erfolge“ zeige. Dem widerspricht Georg Bürstmayr, ein auf das Fremdenrecht spezialisierter Rechtsanwalt. „Der Rückgang hat damit zu tun, dass es derzeit keine neuen Krisen in Österreichs Nähe gibt sowie auch mit der EU-Erweiterung. Viele Asylwerber kommen dadurch erst gar nicht nach Österreich“, so Bürstmayr gegenüber ÖSTERREICH. Das Zurückschicken von Asylwerbern sieht er als „sündhaft teures Nullsummenspiel“. Österreich nimmt etwa so viele auf, wie sie abweist. „Menschen geraten zunehmend in die Rolle von Postpaketen.“

Platter verspricht ein neues Schubhaft-Anhaltezentrum in Leoben mit „besseren Bedingungen“.

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