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AK-Wahl Vorarlberg: ÖAAB erobert

Wahlergebnis

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AK-Wahl Vorarlberg: ÖAAB erobert "Absolute" zurück

Der ÖAAB hat sein Wahlziel bei der Vorarlberger Arbeiterkammer-Wahl (AK-Wahl) verwirklicht und die 2004 verloren gegangene absolute Mehrheit zurückerobert. Die ÖVP-Arbeitnehmer erreichten 52,93 Prozent der Stimmen und damit um 6,39 Prozentpunkte mehr als 2004 (2004: 46,54 Prozent). Die FSG verlor 6,01 Prozentpunkte auf 29,19 Prozent (2004: 35,20 Prozent; minus 6,01 Prozentpunkte).

Die Freiheitlichen Arbeitnehmer (FA) erwiesen sich mit 6,02 Prozent der Stimmen (-0,23) als drittstärkste Fraktion, knapp gefolgt von der Liste "Neue Bewegung für die Zukunft" (NBZ) mit 5,92 Prozent (-0,76) und der grün-nahen Liste "Gemeinsam" (5,48 Prozent; +0,15). Der Gewerkschaftliche Linksblock (GLB), der 2004 nicht angetreten war, verpasste mit 0,46 Prozent Stimmenanteil den Einzug in die Vollversammlung. Dem vorläufigen Endergebnis zufolge stellt der ÖAAB künftig 38 der 70 "Kammerräte" (bisher 34), die FSG 21 (25). Die FA und die NBZ sind weiterhin mit vier Kammerräten in der Vollversammlung vertreten, "Gemeinsam" mit drei. Der AK-Vorstand wird nun mit sieben (2004: sechs) ÖAAB- und drei FSG-Vertretern (2004: vier) besetzt.

Die Zahl der Wahlberechtigten betrug 114.597, davon haben 46.257 Arbeitnehmer von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht. Die Wahlbeteiligung lag somit bei 40,36 Prozent (2004: 43,61 Prozent)

Die Reaktionen
AK-Präsident Hubert Hämmerle (ÖAAB) sah den Wahlerfolg als Ergebnis "guter Arbeit in den vergangenen fünf Jahren. Wir haben zu vermitteln geschafft, dass uns die Arbeitnehmer wichtig sind", sagte Hämmerle als erste Reaktion nach Bekanntgabe des vorläufigen Endergebnisses. Manuela Auer (FSG) bedauerte, dass keine "3" vor dem FSG-Resultat stand. Aus den Betrieben seien "Vorfälle" gemeldet worden, an einer Wahlanfechtung sei die FSG vorerst aber nicht interessiert. Auer schilderte als Beispiel für einen der "Vorfälle", dass in einer Spenglerei die Wahlzettel offen auf den Werkbänken gelegen seien. Man müsse sich aber zuerst genau mit diesen Zwischenfällen auseinandersetzen, ehe man mehr dazu sagen könne. Die FSG stelle weiter eine solide Opposition.

Hämmerle betonte, dass er alle positiven Kräfte in der Arbeiterkammer versammeln wolle. "Die Wirtschaftskrise ist ein Anlass, verstärkt zusammenzuarbeiten", unterstrich der AK-Präsident.

Die Freiheitlichen Arbeitnehmer freuten sich über ein "starkes Stammwählerklientel". Ein besseres Resultat habe man verpasst, weil man keinen Plakatwahlkampf habe führen wollen. Adnan Dincer (NBZ) zeigte sich froh darüber, dass der Mandatsstand gehalten werden konnte. Ob er mit einer Migrantenliste bei der Landtagswahl im September antrete, sei noch nicht entschieden. Die grün-nahe Liste "Gemeinsam" zeigte sich zwar glücklich über minimale Stimmengewinne, bedauerte aber auch das Nicht-Erreichen eines vierten Mandats um 35 Stimmen.

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