Alle wollen Aus für Graf

Affäre

Alle wollen Aus für Graf

Für Martin Graf wird es eng: Sein Rücktritt als Vorstand aus der Gertrude-Meschar-Stiftung ist der 90-jährigen Stifterin zu schwammig. „Das ist eine Ankündigung. Ich weiß nicht, wann er den Posten räumen will. Je früher, desto besser“, beschwert sich Meschar.

Alle fordern Rücktritt. Auch der politische Druck wird für Graf immer größer: Denn an einen Rücktritt als 3. Nationalratspräsident denkt der FPÖler gar nicht. Für SPÖ, ÖVP, Grüne und BZÖ eine unerträgliche Situation. Sie fordern unisono den sofortigen Rücktritt. Das wäre eine „Frage des Anstandes“, erklärte ÖVP-Generalsekretär Hannes Rauch. Noch mauert die FPÖ.

120.000 Euro zu viel gezahlt?
Gertrude Meschar hofft, dass das Graf-Kapitel bald beendet ist. Die betagte, aber trotzdem kämpferische Dame fordert, dass auch die noch verbleibenden Vorstände, FP-Landtagsabgeordneter Alfred Wansch und der Anwalt Michael Witt, abtreten sollen. Beide weigern sich.

Vor allem das Lokal in der Billrothstraße hat Meschar genau unter die Lupe genommen. Die betagte Dame ließ ein Gutachten erstellen. Es kommt zum Schluss: Das Lokal in der Billrothstraße war zum Zeitpunkt des Kaufes im Jahr 2008 rund 378.000 Euro wert. Bezahlt hat die Stiftung aber 500.000 Euro – also um mehr als 120.000 Euro zu viel.

Plus: Es wurde ein Kredit von 200.000 Euro aufgenommen. Das Opfer Meschar könnte die Differenz einklagen.

Fragezeichen
Ein weiteres großes Fragezeigen in der Causa: Martin Graf behauptet, die Meschar-Stiftung hätte fünf Immobilien. Allerdings weiß die Stifterin nur von drei Liegenschaften. Es gilt auch hier die Unschuldsvermutung.

Meschar: „Will, dass alle Vorstände abtreten“
ÖSTERREICH:
Frau Meschar, Herr Graf hat seinen Rücktritt aus der Stiftung angekündigt. Sind Sie nun am Ziel?
Gertrude Meschar:
Er hat zwar seinen Rücktritt angekündigt, aber ich weiß nicht, wann das sein wird – da noch kein Datum bekannt ist. Umso früher das passiert, umso besser ist es.

ÖSTERREICH: Die zwei anderen Vorstände wollen ­allerdings nicht zurücktreten …
Meschar:
Es sollten aber alle Vorstände zurücktreten. Ich habe angenommen, wenn Martin Graf zurücktritt, dass auch Herr Wansch und auch Dr. Michael Witt zurücktreten. Ich habe das Gefühl, die wollen alles in die Länge ziehen. Mein Rechtsanwalt hat mir erzählt, dass eine Stiftung gar nicht nötig gewesen wäre, um meine Wünsche umzusetzen. Aber Herr Graf gab mir nie eine Alternative.

ÖSTERREICH: Was werden Sie mit der Immobilie in der Billrothstraße machen. Denken Sie auch an eine Klage?
Meschar:
Wenn es eine Grundlage gibt, wird es sicherlich passieren.

Martin Graf bestreitet die Vorwürfe. 1/5

Martin Graf bestreitet die Vorwürfe.

Die umstrittene Stiftungsurkunde. 2/5

Die umstrittene Stiftungsurkunde.

Gertrud Meschar fühlt sich betrogen. 3/5

Gertrud Meschar fühlt sich betrogen.

Der Druck auf Graf wächst. 4/5

Der Druck auf Graf wächst.

Meschar will abwarten. 5/5

Meschar will abwarten.

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Alle wollen... (GAST)
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06.06.2012 11:23:21 Antworten

aber keiner kanns umsetzen:-))) Da kann auch der Tunichtgut, das Würstel geifern, was er will.

Akademiker
>>
05.06.2012 13:02:52 Antworten

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Ausgerechnet die ÖVP spricht in der Causa von "Anstand" (noch dazu unter Missachtung der Unschuldsvermutung!) - lächerlicher und tiefer geht´s nicht! Nach diesem Kriterium hätte die Korruptionspartei ÖVP übrigens mittlerweile fast niemanden mehr im Parlament sitzen!!!!!!

@Akademiker (GAST)
>>
06.06.2012 12:24:48 Antworten

vollkommen richtig das schlecksi unter dir beweist das aufs ausdruckvollste

Tunichtgut
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06.06.2012 07:47:53 Antworten

da redet der Blinde über die Farbe - @Akerl irgendwann bekommst dafür dein Freibier bei einer Burschenschaftlerveranstaltung - hast dir mit solchen Kommis redlich verdient

Calypso (GAST)
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05.06.2012 08:45:11 Antworten

jetza wird der wandern sedlazeck wieder raunza.

aber... (GAST)
>>
05.06.2012 06:47:23 Antworten

aber dass die leute egal ob auf "heute" "krone"-etc. umfragen mit abstand großer mehrheit für den verbleib grafs sind erwähnt man nirgends .... medien oh medien ... bei euch kann man nur kopfschütteln