Angst vor Randalen bei Festkommers

Freitag und Samstag

Angst vor Randalen bei Festkommers

Die Bundespolizeidirektion Wien geht davon aus, dass es in Zusammenhang mit dem 150. Stiftungsfest der akademischen Burschenschaft Olympia am Freitag und Samstag in Wien zu Ausschreitungen kommt. Die Exekutive hat deshalb umfangreiche Platzverbote unter anderem im ersten Bezirk ausgesprochen. Die GRAS (Grüne und Alternative StudentInnen) haben am Donnerstag bereits via Aussendung zu einer antifaschistischen Demonstration aufgerufen.

Die Medien wurden inzwischen von der umstrittenen Veranstaltung ausgeschlossen. Die Medienöffentlichkeit beschränkt sich nun auf eine Pressekonferenz mit FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache und dem Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf vor dem Kommers. Man habe damit auf die angekündigten Demonstrationen reagiert, hieß es.

Die national-freiheitliche Studentenverbindung feiert ab Freitag ihr 150. Stiftungsfest an mehreren Veranstaltungsorten - wie etwa dem Palais Palffy - in der Wiener Innenstadt. Samstagabend findet in der Hofburg dann ein großer Festkommers statt, zu dem mehr als 1.000 Teilnehmer aus ganz Europa erwartet werden. Die Festrede wird dabei FPÖ-Obmann Heinz Christian Strache halten. Die Olympia wird vom Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (DÖW) als rechtsextrem eingestuft. Mitglied der Vereinigung ist etwa der Dritte Nationalratspräsident Martin Graf (FPÖ).

Sperren
Zu erwarten sind an den beiden Tagen auch Demonstrationen. Ab Freitagmittag gilt deshalb im Bereich der Gumpendorferstraße im sechsten Bezirk ein Platzverbot. Am Samstag ab 12.00 Uhr gibt es Sperren beim Josefsplatz, ab 17.00 Uhr ist dann der Bereich rund um den Heldenplatz nicht mehr zugänglich. Laut Exekutive gebe es schon Anmeldungen für Demonstrationen. Um den störungsfreien Ablauf zu gewährleisten, werde die Polizei deshalb mit "entsprechenden" Kräften im Dienst sein, hieß es. Zutrittsberechtigt sind nur etwa Anrainer oder Gäste des Stiftungsfestes.

Die GRAS übte im Vorfeld der Veranstaltung heftige Kritik: "Der Staat Österreich unterstützt diese rechtsextremen, antidemokratischen Verbindungen, was die wenigsten zu stören scheint", erklärte die Aktivistin Antonia Fa in einer Aussendung. 150 Jahre Burschenschaft Olympia seien 150 zu viel, stellte sie fest. Demonstriert wird deshalb am Freitagabend in der Gumpendorferstraße und am Samstag vor der Universität.

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