Anti-Doping-Paket wird strenger

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Anti-Doping-Paket wird strenger

Der Ministerrat hat am Mittwoch den Fahrplan für ein neues umfassendes Maßnahmenpaket im Kampf gegen Doping beschlossen. Laut ÖVP-Sportstaatssekretär Reinhold Lopatka soll das Anti-Doping-Regulativ in zwei Schritten verbessert und den internationalen Vorgaben der Welt-Anti-Doping-Agentur angepasst werden.

Strafrecht verschärft
Noch vor dem Sommer beginnt die erste Phase der Verschärfung der Anti-Doping-Bestimmungen. "Blut- und Gendoping sollen strafrechtlich verfolgt werden, weiters wird der Besitz von Arzneimitteln und Instrumenten, die für Dopingzwecke im Sport verwendet werden können, strafrechtlich belangt", präzisierte Lopatka.

WADA-Code eingearbeitet
In einem zweiten Schritt wird ab Herbst die Einarbeitung der internationalen Vorgaben (neuer WADA-Code) und weitere Maßnahmen zur verstärkten Zusammenarbeit zwischen den betroffenen Behörden und Institutionen forciert.

Dafür wird das Anti-Doping Administrations- und Managementsystem (ADAMS) für Athleten des Testpools zum Zweck der Aufenthaltsinformationspflicht eingeführt. Weiters werden Initiativen auf internationaler Ebene zur Verstärkung der Zusammenarbeit u.a. im Internethandel gesetzt.

Rechtshilfe für Sportler
Sportminister Alfred Gusenbauer will Athleten entsprechende Rechtshilfemechanismen öffnen, weil sie oft unbewiesenen Anschuldigungen ausgesetzt sind. Im Fall von Verleumdungen, wie sie möglicherweise als "psychologische Kriegsführung" vor internationalen Wettkämpfen auftauchen, soll ihnen rechtlich geholfen werden.

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