Asyl-Anträge trotz Schengen-Erweiterung rückläufig

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Asyl-Anträge trotz Schengen-Erweiterung rückläufig

Die Zahl der Asylanträge geht heuer trotz der Schengen-Erweiterung weiter zurück. In den ersten zwei Monaten des Jahres wurden 1995 entsprechende Ansuchen gestellt. Im Vorjahr waren es im Vergleichszeitraum noch 2.087. Damit liegt der Rückgang bei 4,4 Prozent. Im Februar wurde sogar ein Rückgang von 12,5 Prozent verzeichnet, im Jänner gab es einen unwesentlichen Anstieg.

Asylanträge halbiert
Innenminister Günther Platter (V) zeigte sich von der Entwicklung erfreut: "Wir waren in unserem Kampf gegen Asyltourismus und Asylshopping in den letzten beiden Jahren sehr erfolgreich." Die Zahl der Asylanträge sei halbiert worden. Nach der Schengen-Erweiterung sei von einigen Seiten die Angst geschürt worden, dass es zu einem starken Anstieg bei den Asylanträgen kommen werde. Nun zeige sich, dass das Gegenteil der Fall sei.

"Dublin-Schwerpunkt"
Es habe zwar unmittelbar nach der Schengen-Erweiterung eine steigende Anzahl von Dublin-Fällen gegeben - das heißt von Asylwerbern, die bereits in einem anderen Land um Asyl angesucht hatten, aber trotzdem nach Österreich gereist waren. Diese Asylwerber würden aber schnellstmöglich zurück in das zuständige Land überstellt. Dazu sei ein eigener Dublin-Schwerpunkt gesetzt worden, um die notwendigen Verfahren schnellstmöglich abzuwickeln - in enger Abstimmung mit Tschechien und Polen.

Von jenen Tschetschenen, die in Polen ein aufrechtes Asylverfahren hätten und illegal nach Österreich gekommen seien, um einen weiteren Asylantrag zu stellen, seien bereits rund 100 in Bussen wieder nach Polen zurückgebracht worden, berichtete Platter.

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