Auch FPÖ verzichtet auf EM-Karten

EURO 2008

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Auch FPÖ verzichtet auf EM-Karten

Zuvor hatten bereits die vier anderen Parlamentsparteien das Angebot abgelehnt, Karten zu einem Preis zwischen 200 und 500 Euro zu erwerben. Die FPÖ wollte die Karten an interessierte Österreicher verlosen, das Kanzleramt hat dieser Vorgangsweise jedoch nicht zugestimmt.

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FPÖ verzichtet auf Kontingent
"Der Freiheitliche Parlamentsklub hat beschlossen, das ihm zustehende Kartenkontingent nicht an die Abgeordneten weiterzugeben, sondern an Bürger zu verlosen, denen es nicht möglich war, an Karten für die EM zu kommen", erklärte Generalsekretär Harald Vilimsky in einer Aussendung. "Das wurde uns aber vom Bundeskanzleramt verboten. Offenbar hat man am Ballhausplatz kein Interesse daran, dass 'Normalsterbliche' in die Lage kommen, sich ein Fußballspiel anzusehen." Daher verzichte der FPÖ-Parlamentsklub auf die Karten. Vilimsky stellte die Frage, was mit den von den Parlamentsklubs nicht angenommenen Karten geschehen wird. Er äußerte den Verdacht, dass die Tickets an Privilegierte verschenkt werden, um diverse Lobbys zu bedienen.

Offizielles Österreich hat rund 2.000 Eintrittskarten zur Verfügung
Etwa 1.600 Tickets hat das Bundeskanzleramt von der UEFA erworben, diese werden verschiedenen staatlichen Stellen zu einem Preis zwischen 200 und 500 Euro angeboten. Dazu kommen noch rund 380 Protokollkarten, die vor allem für die Einladung von Staatsgästen vorgesehen sind. Das Kanzleramt will die Karten dem Bundespräsidenten, den Höchstgerichten (OGH, Verwaltungs- und Verfassungsgerichtshof), der Volksanwaltschaft, dem Rechnungshof, den Ministerien und dem Parlament anbieten. Im Hohen Haus haben vorige Woche bereits SPÖ, ÖVP, Grüne und BZÖ das Angebot abgelehnt, nun auch die FPÖ.

VfGH würde Karten ablehnen
Der Verfassungsgerichtshof (VfGH) habe bisher keinerlei Karten für die EURO 2008 angeboten bekommen. Sollte dies der Fall sein, "wird der Gerichtshof jede Art von Karten - sowohl Kauf- als auch Protokollkarten - selbstverständlich ablehnen", betonte VfGH-Sprecher Christian Neuwirth am Mittwoch.

"Denn ein Fußballspiel hat nichts mit den Repräsentationsaufgaben des VfGH zu tun", erklärte Neuwirth, warum der Gerichtshof keine Karten annehmen will

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