Aufregung um Kindergartentarife in OÖ

Um 88 Prozent teurer

© Buenas Dias

Aufregung um Kindergartentarife in OÖ

Ab Herbst gibt es in Oberösterreich eine neue Regelung für die Kindergartentarife. Das Bruttoeinkommen einer Familie wird als Basis dafür herangezogen. Mindestens vier Prozent davon soll ein Ganztagesplatz in Zukunft kosten. Für viele Familien wird der Kindergarten dadurch teurer - teilweise um bis zu 88 Prozent.

AK kritisiert neue Regelung
AK-Präsident Johann Kalliauer kritisiert die neue Regelung und fordert die Einführung eines Familienabsetzbetrages. Er ist zwar generell für die soziale Staffelung, möchte aber einen Familienabsetzbetrag in Höhe von etwa 1.000 Euro einführen, damit Verteuerungen für Durchschnittsverdiener verhindert werden. An Stelle des vorgeschriebenen Mindestbeitrags von 36 Euro für Niedrigverdiener soll bis zum Absetzbetrag Beitragsfreiheit gelten.

Bisher kostete ein Ganztagesplatz im Kindergarten in vielen Gemeinden zwischen 70 und 80 Euro. Ab Herbst wird ein Platz aber schon ab einem Bruttoeinkommen von 1.800 Euro teurer - ab einem Familienbruttoeinkommen von 3.300 Euro sogar um 88 Prozent.

Unsozial
"Das ist unsozial und geht bildungspolitisch in die völlig falsche Richtung", so AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer. Darüber hinaus verlangt die AK die Beseitigung der Benachteiligung von unselbständig Beschäftigten bei der Bewertung des Familieneinkommens. Denn bei Selbständigen und Landwirten werden nur 75 Prozent der Bemessungsgrundlage zur Sozialversicherung bewertet, bei Arbeitnehmern/-innen 100 Prozent. Dadurch ergibt sich schon bei Halbtagsbetreuung ein "Aufschlag" von bis zu 13 Euro für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

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