BZÖ droht jetzt ein Hauptstadt-Debakel BZÖ droht jetzt ein Hauptstadt-Debakel

Nach Petzner-Abgang

© Niesner

 

BZÖ droht jetzt ein Hauptstadt-Debakel

BZÖ-Chef Josef Bucher ist derzeit auf Tauchstation. „Er wird dann etwas sagen, wenn es was zu sagen gibt“, heißt es knapp aus seinem Büro.

Dabei gäbe es genug Erklärungsbedarf. Denn der von ÖSTERREICH vorab angekündigte Abgang Stefan Petzners als Generalsekretär und sein Rückzug nach Kärnten ist der vorläufige Höhepunkt einer Serie von schweren Rückschlägen im orangen Lager.

  • Vor einem Jahr wurde Bucher Parteichef. Im Juni folgte die erste Schlappe bei der EU-Wahl: „Volksanwalt“ Ewald Stadler verpasste mit nur 4,6 Prozent im ersten Anlauf den Einzug ins EU-Parlament.
  • Der nächste Schlag folgte im September 2009: Mit nur 2,8 Prozent der Stimmen rückte Haiders Schwester Ursula Haubner nicht einmal in die Nähe eines Einzugs in den oberösterreichischen Landtag.
  • Die Zäsur war aber die Abspaltung der mächtigen Kärntner Landesgruppe: Mit dem Farbwechsel des Kärntner Landeschefs Uwe Scheuch von Orange zu Blau wurde die Resttruppe um Josef Bucher zur Rumpfpartei, Parteichef Bucher zur „lame duck“: Eine Kandidatur für die Hofburg war personell und finanziell nicht möglich, die Beteiligung an der Burgenland-Wahl nicht durchführbar. Und auch die Teilnahme an der Wien-Wahl ist de facto schon abgesagt.

Verwirrung herrscht auch um Petzners Nachfolge. Es hagelt derzeit Absagen von Haubner, den Bucher-Vizes Gerald Grosz, Herbert Scheibner und Ewald Stadler.

Westenthaler denkt über Rückzug aus BZÖ nach
Auch Peter Westenthaler – er gewann in einem er­bitterten Grabenkrieg zunächst gegen Petzner – will weder als dessen Erbe noch als Spitzenkandidat in Wien antreten. Im Gegenteil – auch er denkt jetzt laut über einen Rückzug nach: „Meine Zukunft liegt nicht in der Parteipolitik“, erklärt er gegenüber ÖSTERREICH.

„Meine persönliche Zukunft liegt nicht in der Parteipolitik “
Peter Westenthaler

„Meine Planung ist eine andere. Neben meiner Abgeordnetentätigkeit bin ich auch in der Privatwirtschaft tätig“, so Westenthaler kryptisch. Parlamentarier will er aber bis 2013 bleiben. „Was dann kommt, wird sich zeigen.“

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