Baustopp für umstrittene Anti-Terror-Mauer am Ballhausplatz

Vor Kanzleramt und Hofburg

Baustopp für umstrittene Anti-Terror-Mauer am Ballhausplatz

Bundeskanzler Christian Kern und Kanzleramtsminister Thomas Drozda (SPÖ) haben Donnerstagmittag entschieden, einen Baustopp für die umstrittene Anti-Terror-Mauer vor dem Kanzleramt und der Hofburg zu verhängen. Dies wurde gegenüber der Tageszeitung ÖSTERREICH bestätigt. Die Hofburg wurde vom Bundeskanzleramt über den Baustopp informiert worden. Aus dem Büro des Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen heißt es gegenüber ÖSTERREICH, dass man die Entscheidung zur Kenntnis nehme.  
 
Das Bundeskanzleramt bestätigt, dass man nun vom Innenministerium eine alternative Sicherheitslösung mit Pollern fordere. 
Damit ist die Anti-Terror-Mauer politisch tot. 
 
Poller Ballhausplatz © TZOe

ÖSTERREICH: Warum haben Sie den Bau gestoppt?
Thomas Drozda: Das ist leichter zu erklären als die Entstehungsgeschichte dieser Mauer. Ich habe ein Gespräch mit dem Kanzler geführt und wir sind beide zur Erkenntnis gekommen: Diese Mauer ist ein verheerendes Signal – wir brauche ein Sicherheitskonzept für die gesamte Bevölkerung und nicht nur fürs Regierungsviertel.
ÖSTERREICH: Hat Sie der Innenminister nicht informiert?
Drozda: Er hat mir versichert dass er es selbst nicht gewusst hat. Das war Kakanien in Reinkultur. Es gab keine einzige politische Entscheidung – die haben jetzt wir getroffen. Ich habe davon aus Twitter erfahren – uns hat man gesagt. der Gehsteig werde verbreitert.
ÖSTERREICH: Was nun? Poller statt Mauern?
Drozda: Diese Mauer ist auf jeden Fall Geschichte.  Es geht um Sicherheit für die Bevölkerung und auch um eine gewisse Verträglichkeit. Eine Mauer mitten am Ballhautplatz ist eine  städtebauliche Verheerung. 

(gü)

 
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