Beamte bleiben hart

Verhandlungen

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Beamte bleiben hart

Am Tag nach dem Platzen der dritten Runde der Beamtengehaltsverhandlungen spitzte sich die Lage weiter zu. Beamten-Ministerin Doris Bures (SPÖ) empfahl dem schwarzen Gewerkschaftschef Fritz Neugebauer, die Forderung nach einem Gehaltsplus von vier Prozent zu überdenken. „Kräftig zulangen zu wollen, ist keine Basis für ernsthafte Verhandlungen“, sagte Bures zu ­ÖSTERREICH. Sogar der schwarze Finanzminister Wilhelm Molterer stärkte der roten Ministerin am Donnerstag den Rücken und wandte sich gegen seinen Parteifreund Neugebauer: Die Beamtenforderungen seien „überzogen“, machte Molterer deutlich.

Ausnahme
Würde die Regierung der Beamten-Forderung nachgeben, entstünden Mehrkosten von 406 Millionen Euro pro Jahr. Zudem lagen die Lohn-Abschlüsse aller anderen Branchen in diesem Herbst teils deutlich unter den Beamten-Forderungen. Zuletzt erzielten etwa die Metaller eine Gehaltserhöhung von 3,6 Prozent und die Handelsangestellten 3,1 Prozent.

Zulagen abschaffen
Neugebauer stößt sich derzeit vor allem daran, dass die Regierung kein konkretes Gegenangebot zu seinen Plänen vorlegte und kündigte bereits gewerkschaftliche Informations-Maßnahmen an. Dennoch wird am Mittwoch weiterverhandelt. Hinter verschlossenen Türen dürfte neben der Gehaltserhöhung auch um die Nebengebühren für Beamte gefeilscht werden. Bures will, dass kuriose Zulagen für Schreibmaschinen-Arbeiten oder für Milch abgeschafft werden.

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