Blaue verhöhnen orange

FPÖ-BZÖ Fusion

Blaue verhöhnen orange "Anbiederung"

Die FPÖ zeigt den Annäherungsversuchen des BZÖ die kalte Schulter und höhnt über die Orangen. FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky weist die Überlegung von BZÖ-Chef Peter Westenthaler über ein Listenbündnis zurück und spricht von einem orangen "Anbiederungsschub", der "peinlich und lästig" sei. Die FPÖ gehe den "geraden, ehrlichen Weg", eine Kooperation mit dem BZÖ wäre für die Freiheitlichen "nur in höchstem Maß schädlich und unnötig wie ein Kropf".

Spaltung des dritten Lager vernünftig?
Westenthaler hatte zuletzt gemeint, eine Wiedervereinigung sei zwar nicht aktuell, doch müsse man sich überlegen, ob es vernünftig sei, "mit dieser Spaltung weiter zu leben". Viele würden den Streit im sogenannten Dritten Lager nicht verstehen. In Graz seien viele Freiheitliche zu Hause geblieben, aber gemeinsam hätten BZÖ und FPÖ dort den dritten Platz erobert.

Vilimsky: Weder Fusion noch Zusammenarbeit
Vilimsky erklärte in einer Aussendung, es könne "weder eine Fusion, Kooperation, gemeinsame Listen noch sonst irgendeine Form der Zusammenarbeit mit jenen Herrschaften geben, welche die FPÖ in skrupelloser Form verraten und verkauft haben." Die FPÖ verweist auf die "massiven inhaltlichen Unterschiede zwischen FPÖ und BZÖ". So hätten die Orangen "für 50.000 Zuwanderer pro Jahr gesorgt", unter BZÖ-Beteiligung sei grünes Licht für die Verhandlungen zwischen Brüssel und Ankara erfolgt, das BZÖ habe "zugesehen, wie Schüssel unsere Nettobeiträge an die EU nach oben geschraubt hat", das BZÖ habe eine Politik der sozialen Kälte betrieben, der EU-Verfassung im Nationalrat geschlossen zugestimmt, mehrfach FPÖ-Initiativen auf Volksabstimmung über EU-Verfassung und EU-Reformvertrag abgelehnt", wettert der freiheitliche Generalsekretär.

Wird BZÖ von der politischen Landkarte verschwinden?
Während das BZÖ "früher oder später von der politischen Landkarte verschwinden" werde, lasse sich die FPÖ den Erfolg in Graz nicht schlecht reden. Die FPÖ habe im Verhältnis von rund 40 Prozent ihren Prozentanteil am Wahlergebnis verbessert und sei "weiter im Steilflug".

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