Brutaler Familienzwist bei Prölls

Hofburg-Poker

© APA/HOPI MEDIA/BernhardHolzner

Brutaler Familienzwist bei Prölls

Die ÖVP-Funktionäre trauten ihren Augen nicht, als sie gestern ein Fax der Vorarlberger Nachrichten studierten. In diesem exotischen Ländle-Blättchen startete der Vize-Kanzler eine Liebes-Erklärung an den amtierenden SPÖ-Präsidenten Heinz Fischer: „Der Bundespräsident hat eine sehr bürgernahe Politik verfolgt“, streute Pröll jun. Fischer Rosen. Und: „Ich habe in puncto Gleichbehandlung der Parteien nichts auszusetzen – Fischer agiert professionell.“

Fischer konterte sofort: Er sehe sich 2010 nicht als „SPÖ-Kandidat, sondern als unabhängiger Bewerber“.

Pröll jun. will Fischer
Damit ist erstmals klar ausgesprochen, was ÖSTERREICH seit Wochen berichtet: Josef Pröll hat hinter den Kulissen der ÖVP bereits die Entscheidung getroffen, im April 2010 auf einen schwarzen Gegenkandidaten zu Fischer zu verzichten. Der „rote Heinzi“ soll gemeinsamer Regierungs-Kandidat werden. Das spart– so Pröll jun. intern – ca. 5 Millionen Euro Kosten und eine sichere Wahl-Niederlage.

Pröll senior besteht auf ÖVP-Kandidaten
Dem „kleinen“ Pröll erwächst bei seinem Präsidenten-Masterplan freilich ein mächtiger Gegner: sein eigener Onkel. „Erwin Pröll“, bestätigten ÖSTERREICH gestern seine Vertrauten, „besteht auf einem eigenen VP-Kandidaten bei der Präsidenten-Wahl. Denn eine Partei, die keinen Präsidentschafts-Kandidaten hat, gibt sich selbst auf.“

Pröll senior hat – bis auf die Vorarlberger ÖVP – alle Landesgruppen hinter sich. Von der Steiermark bis Tirol – alle wollen einen ÖVP-Präsidenten.

Eigene Kandidatur
Pröll senior überlegt deshalb nach wie vor seine eigene Kandidatur. Er überlegt intern, ob es denkbar ist, dass er als amtierender Landeshauptmann – also ohne Risiko – in die Präsidentenwahl geht. Die ÖVP steht vor einer Zerreißprobe – dem Duell Pröll gegen Pröll ...

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