Bucher wurde Minister-Amt angeboten

Spaltung

© Michelle Pauty/TZ ÖSTERREICH

Bucher wurde Minister-Amt angeboten

ÖSTERREICH: Wie wurden Sie von der Abspaltung des Kärntner BZÖ informiert?
Josef Bucher: Ich wurde in ein Büro neben dem meinen gebeten, dann wurde mir von Uwe Scheuch mitgeteilt, dass alle Kärntner BZÖ-Abgeordneten in die FPÖ übergeführt werden und ich deshalb als Klubobmann abgesetzt sei. Das war ein eiskalter Putsch dieser PKK oder wie die heißen soll.

ÖSTERREICH: War denn diese Situation für Sie bedrohlich?
Bucher: Na ja, das hat mich schon an Zeiten erinnert, die ich für überwunden geglaubt habe und gegen die ich immer angekämpft habe. Da haben nur noch die Lederstiefel gefehlt. (Lacht) Man weiß ja auch, dass Kurt Scheuch immer einen Knicker (ein Taschenmesser, Anm.) dabei hat.

ÖSTERREICH: Es soll auch unmoralische Angebote der Scheuchs gegeben haben.
Bucher: Es war von einer baldigen schwarz-blauen Koalition die Rede und von einem Ministeramt, für das ich infrage kommen könnte.

ÖSTERREICH: Trotzdem haben Sie Nein gesagt, und Scheuch hat nicht einmal fünf Abgeordnete zusammen. Wird das so bleiben?
Bucher: Für mich war der Wechsel nie ein Thema. Und zwei Kärntner Abgeordnete – Stefan Petzner und Stefan Markowitz – haben auch widerstanden. Wir planen jetzt jedenfalls eine Parteigründung in Kärnten. Es wird dort weiter ein BZÖ geben.

ÖSTERREICH: Warum fand der Putsch statt?
Bucher: Das ist ja wohl völlig klar: Die Scheuchs wollten von der desaströsen Situation rund um die Hypo ablenken.

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