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Bures will bei Beamten weiter sparen

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Bures will bei Beamten weiter sparen

In erster Linie plant Doris Bures eine Vereinfachung des Zulagensystem. Sie will den "Zulagendschungel" abschaffen und das System ähnlich der Privatwirtschaft durchschaubarer machen.

Schaffung einer Personalagentur
Ausserdem plant sie, eine Personalagentur zu schaffen, die Beamte dorthin vermittelt, wo sie der Bund gerade am dringendsten braucht. Die Rahmenbedingungen für diese Agentur sollen bereits Anfang des kommenden Jahres geschaffen werden. Bures glaubt, dass diese Idee sowohl die Arbeitszufriedenheit der Beamten steigert, als auch für die Steuerzahler von Nutzen ist.

Besseres Gehalt für Jüngere, weniger Pragmatisierungen
Aber Bures hat sich noch einen weit schwereren Brocken ausgesucht, den sie diesen Herbst angehen will. Sie möchte ein neues Dienstrecht durchsetzen, durch das jüngere Mitarbeiter besser verdienen und Pragmatisierungen die Ausnahme darstellen - ein Vorhaben an dem schon einige ihrer Vorgänger gescheitert sind. Am Liebsten wäre es Bures, wenn man das gemeinsam mit den Verhandlungen um die nächste Gehaltserhöhung aushandeln könnte. Diese Verhandlungen stehen im Oktober an, mit wieviel mehr der Öffentliche Dienst rechnen darf, ist unklar, zuletzt das es ein Plus von 2,34 Prozent.

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Personalabbau
Bereits beschlossen ist ein Personalabbau. Nur mehr jeder zweite pensionierte Beamte wird nachbesetzt. Dadurch spart sich Österreich in den Jahren 2008/ 2009 180 Millionen Euro. Kritik dafür kommt von der ÖVP, vor allem was die Grenzsicherung angelangt. Sollten aber 2008 durch die Schengenerweiterung die Grenzkontrollen fallen, werden auch dort Stellen abgebaut.

Kritik
Leise Kritik kommt von Seiten des Ex-Rechnungshof-Präsidenten Franz Fiedler. Dieser glaubt, dass durch konsequente Reformen Milliarden einzusparen wären.

In Norwegen dreimal so viele Beamte wie in Österreich
Österreich befindet sich mit der Zahl seiner Beamten unter den westlichen Industrieländern im hinteren Mittelfeld. Laut Daten der OECD liegt der Anteil öffentliche Bediensteter an der Gesamtbeschäftigung bei 12,8 Prozent. Die Spitze nimmt Norwegen mit einem Anteil von 32,9 Prozent ein, am unteren Ende rangiert Japan mit 8,6 Prozent. Der Durchschnitt der europäischen Länder liegt bei 16,9 Prozent.

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