Causa Skylink: Mehrere Hausdurchsuchungen

Flughafen Wien

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Causa Skylink: Mehrere Hausdurchsuchungen

In der Causa Skylink ist es am Donnerstag zu Hausdurchsuchungen auf dem Flughafen Wien, "bei einigen Baufirmen" und in der Privatwohnung eines Mitarbeiters eines Unternehmens gekommen. Das hat der Korneuburger Staatsanwalt Friedrich Köhl zu Mittag auf Anfrage bestätigt.

Die Durchsuchungen seien notwendig geworden, "weil keine andere Möglichkeit bestand, die Vollständigkeit der bisher freiwillig an Polizei und Staatsanwaltschaft herausgegebenen Unterlagen zu überprüfen". Laut Köhl waren etwa 60 Beamte des Landeskriminalamtes NÖ beteiligt. Die Staatsanwaltschaft Korneuburg sei ebenfalls "vor Ort vertreten" gewesen.

Die Flughafen Wien AG ist nach eigenen Angaben nicht durchsucht worden.

Büros und Privatwohnungen
Die Hausdurchsuchungen in der Skylink-Strafsache hätten "aufgrund gerichtlich bewilligter Anordnungen der Staatsanwaltschaft Korneuburg" stattgefunden, teilte Friedrich Köhl mit. Sie seien "in Büroräumlichkeiten auf dem Gelände des Flughafens Wien, den Firmenräumen von einigen beim Projekt Skylink beschäftigten Unternehmen und der Privatwohnung eines Firmenmitarbeiters" durchgeführt worden.

Von sicherzustellenden Unterlagen würden "weitere Aufschlüsse über die massive Überschreitung der Projektkosten und die strafrechtliche Verantwortung hierfür erwartet", so der Korneuburger Staatsanwalt. Die Sichtung und Auswertung von Unterlagen werde "voraussichtlich mehrere Wochen in Anspruch nehmen".

Kostenexplosion
Der Bau des von einer Kostenexplosion begleiteten Flughafenterminals Skylink hat die Ermittler der Justiz einschreiten lassen. In der börsenotieten Flughafen Wien AG betonte ein Sprecher, "diese Hausdurchsuchung betrifft nicht die Flughafen Wien AG, sondern externe Unternehmen".

Nach Worten des Airport-Sprechers geht es auch darum zu klären, "inwieweit die Flughafen Wien AG hier Geschädigter ist."

Baustopp
Mitte Februar hatte der Flughafen nach einem siebenmonatigen Baustopp für die Terminalerweiterung Skylink die Arbeiten wieder aufnehmen lassen. Die Baukosten dort waren explodiert, die Skylink-Affäre hat voriges Jahr bereits einen Vorstand den Kopf gekostet. Das Flughafen-Management hat mehrfach bekräftigt, dass der Zeitplan für die Inbetriebnahme (1. Halbjahr 2012) halten und der Bau letztlich höchstens 830 Mio. Euro kosten solle.

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