Chile blickt nach Verbrechensserie auf Österreich

Gusi-Reise

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Chile blickt nach Verbrechensserie auf Österreich

Österreich, das Land der Kellerverliese und Familientragödien. Auch Chile blickt offenbar etwas verwundert ins ferne Austria. Amstetten und "Josef F." sowie der Fünffach-Mord in Wien-Hietzing und Ansfelden von Mittwoch waren nach dem Treffen von Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (S) mit der chilenischen Präsidentin Michelle Bachelet ein begehrtes Thema der örtlichen Journalisten.

Was die österreichische Politik gegen solche Verbrechen zu unternehmen gedenke, wollte eine Reporterin von "Radio Agricultura" bei der Pressekonferenz wissen. "Österreich ist eines der sichersten Länder der Welt", entgegnete der Bundeskanzler.

Österreich unterscheidet sich nicht vom Rest der Welt
"Jedes Gewaltverbrechen erschüttert die österreichische und internationale Öffentlichkeit, besonders dann, wenn es sich um Gewaltsamkeiten handelt, die in der Familie stattfinden, wo man sich erwarten sollte, dass das Vertrauenverhältnis ein viel, viel intensiveres ist", meinte der Bundeskanzler. "Ich glaube aber, dass sich Österreich hier leider nicht von anderen Ländern weltweit unterscheidet."

Und weiter: "Wir versuchen mit großer Ernsthaftigkeit zu verhindern, dass es zu solchen Verbrechen kommt. Wir haben gerade im Parlament ein sehr neues und modernes Opferschutzgesetz beschlossen, das zu den modernsten Opferschutzgesetzen der Welt zählt. Weil es unser Ziel ist, Verbrechen zu verhindern und dort, wo es Opfer gibt, den Opfern unter die Arme zu greifen".

"Es ist auch für uns alle schrecklich, wenn sich solche Vorfälle, die immer Angelegenheiten von Individualtätern sind, häufen", setzte der österreichische Regierungschef im Präsidentenpalast "La Moneda" von Santiago de Chile fort, "aber sowohl die österreichische Gesetzgebung als auch die Behörden werden alles tun, um solche Verbrechen zu verhindern und Österreich als eines der sichersten Länder der Welt zu bewahren."

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