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Bandion: Wirbel um ihren Krankenstand

Ärger

Bandion: Wirbel um ihren Krankenstand

Die Ex-Justizministerin hätte ab Anfang Mai am Landesgericht als Richterin arbeiten sollen. Sie ist krankgemeldet. Warum es jetzt Ärger gibt.

Nachdem ÖSTERREICH über den Krankenstand von Ex-Justizministerin Claudia Bandion-Ortner berichtet hatte, ist die Aufregung groß: Immerhin hätte Bandion-Ortner am 2. Mai ihren neuen Job als Berufungsrichterin am Landesgericht Wien antreten sollen. Stattdessen hat sich die ehemalige Bawag-Richterin aber auf unbestimmte Dauer krankgemeldet, wie ihr Arbeitgeber ÖSTERREICH bestätigte.

Die 44-jährige Diabetikerin wurde bekanntlich am 20. April von der ÖVP als Ministerin abgelöst. Da Bandion-Ortner von ihrem Ex- und Neo-Arbeitgeber, dem Landesgericht Wien, seit 2009 nur karenziert war, hat sie keinen Anspruch auf Gehaltsfortzahlung seitens des Staates. Regierungsmitglieder, die aus dem Amt ausscheiden, können sonst noch bis zu sechs Monate ihr Gehalt weiterbeziehen.

Bandion-Ortner hat sich nach ihrem Ausscheiden unverzüglich beim Landesgericht gemeldet, um eine neue Richterzuteilung zu erhalten. Bis 2009 war sie für glamouröse Wirtschaftskriminalität zuständig. Das Landesgericht hat ihr per Anfang Mai aber nur einen Posten in der Berufungsabteilung des Grauen Hauses zugewiesen.

Während Krankenstand: Interview in Tageszeitung
Und dann – nach mehreren Interviews – meldete sich Bandion-Ortner krank, bevor sie ihren Dienst überhaupt antreten konnte. Das ist freilich ihr gutes Recht. Sie erhält jedenfalls automatisch jene rund 4.000 Euro brutto über­wiesen, die sie als Richterin verdient. Bei einem Krankenstand, der länger als eine Woche dauert – das wissen wohl viele Arbeitnehmer –, erhalten Normalbürger meistens einen Bescheid der Krankenkasse, der sie auffordert, beim Amtsarzt zu erscheinen. Eine lästige Überprüfung von Krankheiten, die der Ex-Ministerin wohl erspart bleibt. Dass sie während ihres Krankenstandes ein Interview in der Presse gegeben hatte, sorgt innerhalb der Richterschaft und bei den Ex-Kollegen aus der Politik für einiges Stirnrunzeln.

Bandion: Ist ihr neuer Job Freude oder Last?
ÖSTERREICH berichtete freilich gleich nach Bandion-Ortners Rücktritt, dass ihr der abrupte Abschied aus der Politik emotional schwerfalle, wie Vertraute berichtet hatten.

Die Ex-Ministerin erklärte hingegen, dass sie sich auf ihren neuen Job freue. Insider vermuten, dass sie auf einen besseren Posten wartet …

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