Claus Raidl für Steuerreform

ÖSTERREICH

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Claus Raidl für Steuerreform

Anders als die ÖVP lehnt ihr Berater Raidl eine Gegenfinanzierung (also zusätzliche Einnahmen, um Budgetbelastung zu vermeiden) nicht ab. Raidl: "Ich würde von diesem Grundsatz abgehen. Für eine massive Senkung der Lohn- und Einkommenssteuer würde ich als Gegenposition eine Wertzuwachs-Steuer einführen. Wenn man beispielsweise vor einem Jahr Aktien um 100 Euro gekauft hat und nun um 150 Euro verkauft, dann soll man den Zuwachs von 50 Euro mit 25 Prozent besteuern."

Ebenso will Raidl, der als Mitglied einer möglichen Steuerreformkommission im Gespräch ist, rund 2,5 Millionen Personen im unteren Einkommensbereich stark entlasten. Für diese Menschen sollen die Sozialbeiträge gesenkt werden, damit sie auch eine Entlastung spüren, argumentiert Raidl: "Diese Senkung sollte man den Sozialversicherungen über eine Steuer refinanzieren."

Grundsätzlich will der Manager eine deutliche Senkung des Steuersatzes: "Der Grenzsteuersatz wird derzeit bei 51.000 Euro im Jahr erreicht, bei einem Monatsbezug von etwa 3.500 Euro. Das ist viel zu früh. Das trifft den viel zitierten Mittelstand. Die Grenze muss man bei 80.000, 100.000 Euro ziehen und den Grenzsteuersatz auf 45, 46 Prozent senken."

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