Comeback der Regierung

Kampfansage:

Comeback der Regierung

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Noch tiefer konnte es nicht mehr gehen. Ende 2010 – nur wenige Monate vor dem spektakulären Rücktritt von Josef Pröll – lag die Ministerriege samt Kanzler und Vizekanzler im ÖSTERREICH-Polit-Barometer mit zusammen minus 131 Prozent am Boden.

Spindelegger führt, Töchterle schon auf Platz 2

Doch der ÖVP-Wechsel und das neue ÖVP-Team lassen die gesamte Regierung ein Comeback feiern. Im aktuellen ÖSTERREICH-Polit-Barometer kommen die Minister zusammen auf +36. Und es sind vor allem die ÖVPler, die das Kabinett von Kanzler Faymann (SPÖ) nach oben ziehen: Der neue Vizekanzler Michael Spindelegger ist beliebtester Minister und liegt mit 32 Prozent (–1 gegenüber dem letzten Polit-Barometer am 21. April) nur einen Punkt hinter Bundespräsident Fischer. Gleich dahinter die eigent­liche Sensation: Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle aus Tirol ist der Mann der Woche. Lag sein Beliebtheitswert vor zwei Woche noch bei fünf Prozent – so ist er jetzt mit 24 Zählern zweitbeliebtester Minister. Die direkte Art des Tirolers überzeugt. Doch auch die anderen ÖVP-Minister sind auf dem Weg nach oben: Der junge Inte­grationsstaatssekretär Sebastian Kurz legt gleich um zehn Punkte zu und liegt jetzt bei –6 %. Auch Justizministerin Beatrix Karl (+7 Veränderung) und Finanzministerin Maria Fekter (+5) konnten sich verbessern – auch wenn Fekter mit einem Saldo von –9 % weiter im unteren Drittel liegt.

SP: Einzelwerte schlechter, dafür besseres Team

Die SP-Minister liegen im Polit-Barometer zurück. Zwar ist Faymann stabil im Plus (Saldo von 8 %) und zweitbeliebtester SPÖler. Die SPÖ-Minister verlieren aber: am stärksten Claudia Schmied (–9). Und mit Verteidigungsminister Dara­bos hat jetzt ein Roter die rote Laterne. Insgesamt sagen allerdings 31 % der Österreicher, die SPÖ habe das bessere Team, die ÖVP kommt nur auf 29 %.

In ÖSTERREICH macht VP-Chef Spindelegger eine Kampfansage an die SPÖ: Er will bei der Nationalratswahl 2013 Erster werden. Und: Eine Volksbefragung zur Wehrpflicht werde es mit der ÖVP nicht geben.

 

Die ÖVP von Michael Spindelegger bleibt in der Sonntagsfrage mit 23 % an 3. Stelle (hinter der FPÖ mit 26 %). Immerhin: Der ÖVP-Absturz ist gestoppt, die Schwarzen legen mit einem Prozentpunkt leicht zu. Klar vorne die SPÖ, sie kommt jetzt auf 28 %. Zusammen haben SPÖ und ÖVP jetzt wieder eine Mehrheit von 51 %, die sie zuletzt in Umfragen verloren hatten. Sensationell: Rot-Grün wäre – obwohl derzeit ohne Mehrheit – die Lieblingsregierungsform der Österreicher: 25 % wollen eine Zusammenarbeit von SPÖ und Grünen, nur 23 % die „große“ Koalition. 13 % hätten am liebsten, dass FPÖ-Chef Strache und Spindelegger koalieren.

110507_Sonntagsfrage.jpg

 

Politbarometer: Alle 14 Tage erhebt das renommierte Gallup-Institut für ÖSTERREICH in 800 telefonischen Interviews, welche Regierungsmitglieder die Wähler „positiv“ und welche sie „negativ“ bewerten. Der Saldo daraus ergibt den Wert, darunter (im gelben Pfeil) die Veränderung. (Erhebung vom 5. 5. bis 6. 5. 2011).

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