Darabos:

ÖSTERREICH-Interview

© APA

Darabos: "ÖVP ruiniert Bundesheer"

Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) greift im Heeresstreit jetzt die ÖVP an. Im Interview mit ÖSTERREICH wirft er dem Koalitionspartner wörtlich vor, das Bundesheer zu ruinieren.

ÖSTERREICH: Laut Umfrage sind 58 % für die Wehrpflicht – können Sie die Befragung am 20. Jänner überhaupt noch gewinnen?
Norbert Darabos: Ich glaube das zu 100 Prozent. Zum Ersten gibt es auch Umfragen, in denen es 50 zu 50 steht. Außerdem wird es darauf ankommen, ob wir in den nächsten Wochen ein schlüssiges Konzept für den Ersatz des Zivildienstes präsentieren können.

ÖSTERREICH: Das geht?
Darabos: Auf jeden Fall. (Sozialminister) Rudolf Hundstorfer hat ein tolles Modell so gut wie fertig.

ÖSTERREICH: Aber die ÖVP sagt, die Rettung wird später kommen, wenn der Zivildienst wegfällt …
Darabos: Das ist unverantwortliche Angstmache – der wir mit Fakten begegnen werden. Wir haben jetzt noch drei Monate Zeit, um zu zeigen, dass unsere Modelle Verbesserungen bringen, weil wir auf Profis setzen: beim Heer, aber auch im Sozialbereich.

ÖSTERREICH: Jetzt sind aber auch Ihre Generäle für die Wehrpflicht.
Darabos: Ich sage es ganz offen: Hier gibt es Offiziere, die es sich im System gemütlich gemacht haben und deshalb daran festhalten. Das verstehe ich menschlich. Bei der demografischen Entwicklung mit immer weniger jungen Männern ist der Betrieb aber so nicht aufrechtzuerhalten.

ÖSTERREICH: Die ÖVP setzt auf eine Wehrpflicht neu.
Darabos: Mit diesem Modell ruiniert die ÖVP das Bundesheer. Die Dauer der Wehrpflicht nochmals (auf fünf Monate) zu senken ist unverantwortlich, der Betrieb würde zusammenbrechen. Es gäbe zu wenige Leute für den Katastrophenschutz. Und mit der geplanten Teilung in Wehrdienst und Katastrophenhilfe würde das Heer seziert und demilitarisiert.

4,9 Millionen gehen zu Heeres-Befragung

Knapp fünf Millionen wollen am 20. Jänner zur Heeresvolksbefragung gehen.

Das Thema Wehrpflicht regt auf – laut ÖSTERREICH-Umfrage wollen derzeit 77 Prozent der Wahlberechtigten, das sind 4,9 Millionen, an der Volksbefragung am 20. Jänner 2013 teilnehmen.

Dabei scheint sich die ÖVP-Linie pro Wehrpflicht derzeit durchzusetzen: (hochgerechnete) 58 % sind für Beibehaltung der Wehrpflicht, nur 42 % für das Profi-Heer nach SPÖ-Manier. Kein Wunder, dass die Österreicher nur zu 34 % glauben, die SPÖ werde sich mit ihrem Modell eines Profi-Heeres durchsetzen. 44 % rechnen damit, dass alles so bleibt wie es ist.

So ist Zivildienst neu

Das SPÖ-Ersatzmodell für den Zivildienst soll die Volksbefragung entscheiden.

Mitte November setzt sich Sozialminister Hundstorfer mit Caritas & Co. zusammen. So soll der Zivildienst-Ersatz aussehen:

6.500 „neue Zivis“. Als Gehalt soll es 1.386 € brutto pro Monat, 14-mal im Jahr geben. Jeder über 18 kann mitmachen, nicht aber Pensionisten. Das SPÖ-Modell geht von 6.500 Personen aus. Kosten: rund 126 Millionen – die Zivis kosten derzeit 90 Mio.

Ausbildung. Neu: All jene, die das freiwillige Sozialjahr machen, sollen eine Ausbildung finanziert bekommen – als Sanitäter oder Heimhelfer.

Interview: G. Schröder
 

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Angelobung der Rekruten

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Gedenken den Gefallenen

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Vorbereitungen für Bundesheer-Schau

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