16. Jänner 2011 22:16

7 Modelle 

Darabos präsentiert seine Heeres-Pläne

Am Montag präsentierte Minister Darabos die 7 Modelle des "Bundesheer neu".

Darabos präsentiert seine Heeres-Pläne
© TZ Österreich

Verteidigungsminister Norbert Darabos (S) hat am Montag seine Pläne zu einer Abschaffung der Wehrpflicht präsentiert. Überraschungen gab es dabei, wie erwartet, keine. Der Minister tritt für die Aussetzung der Wehrpflicht und eine Umstellung des Militärs auf eine Mischform aus Berufs- und Freiwilligenheer ein. Kosten soll das ganze gleich viel wie jetzt und auch am Leistungsumfang soll sich nichts ändern.

Hier alle Infos zu den 7 Modellen zum "Bundesheer neu " im Detail!

Bundesheer neu
Auch die Mobilmachungsstärke soll, wie im derzeitigen System, etwa 55.000 Mann betragen. Allerdings würde sich die Zusammensetzung aus Berufs- und Milizsoldaten sowie Zivilbediensteten zahlenmäßig verschieben. Das neue Heer hätte 7.000 statt 9.000 Zivilbedienstete und 9.500 statt 13.000 Berufssoldaten. Im Gegenzug soll es aber 5.500 Zeitsoldaten anstatt 1.800 geben. In der Praxis bedeutet das, dass von den bestehenden Bediensteten etwa 5.500 abgebaut bzw. durch neue ersetzt werden müssten. Insgesamt wird die Zeit der Vollzeitbeschäftigtenäquivalente um 2.200 weniger.

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Freiwillige
Das von Verteidigungsminister Darabos bevorzugte Modell würde 2.000 Freiwillige pro Jahr erfordern. 850 davon bräuchte man für die 10.000 Mann umfassende Miliz, den Rest für die 5.500 Zeitsoldaten. Die Milizsoldaten würden rund 10 Jahre als Profi-Miliz zur Verfügung stehen und dafür 5.000 Euro Prämie pro Jahr für die regelmäßigen Übungen bekommen. Die Ausbildung würde 6 Monate betragen. Die Miliz wird vor allem für Katastropheneinsätze gebraucht.

Zeitsoldaten
Die Zeitsoldaten sollen sich für 3 bis 4 Jahre verpflichten und Auslandseinsätze absolvieren müssen. Für internationale Einsätze plant Darabos Prämien von 7.200 Euro jährlich. Insgesamt sollen 10.000 Soldaten für den Katastrophenschutz und 1.000 für Auslandseinsätze bereit stehen.

Die Umstellung auf ein Berufs- und Freiwilligenheer macht laut den Zahlen des Ministers 5.500 Bedienstete überflüssig. Das neue Modell beinhaltete nämlich 2.000 Zivilbedienstete und 3.500 Berufssoldaten weniger als jetzt. Darabos will diesen "Überstand" sozialverträglich und ohne Kündigungen abbauen. Er will u.a. den Wechsel von Beamten ins Finanzministerium stärker forcieren. Auf der anderen Seite soll es mehr Zeitsoldaten geben und zwar 5.500 statt 1.800.

Kasernenschließungen
Ob es zu Kasernenschließungen kommen wird, ließ der Minister offen. Geplant sei das nicht. Erhalten bleiben sollen jedenfalls die Militärkommanden in den Bundesländern.

Einmal mehr bekräftigte Darabos, die Entscheidung "bestens vorbereitet" zu haben. Von der Kritik der Militärführung zeigte er sich unbeeindruckt. Österreich sei eine Demokratie und "es gilt das Primat der Politik", richtete Darabos Generalstabschef Edmund Entacher aus. Dieser hatte sich am Wochenende für die Beibehaltung der Wehrpflicht ausgesprochen und außerdem zu bedenken gegeben, dass eine Berufsarmee im gleichen Umfang wie jetzt entweder mehr kosten oder weniger leisten werde. Da der Generalstab mit der Ausarbeitung der Alternativmodelle beauftragt wurde, meint Darabos, dass dieser auch zu dem Geschriebenen stehe.

Volksabstimmung
Darabos sprach sich neuerlich für die Einbindung der Bevölkerung aus. Die "sauberste Lösung" wäre aus seiner Sicht eine Volksabstimmung. Er kann sich aber auch eine Volksbefragung vorstellen und zwar in dem Fall, dass es zu keinem Kompromiss mit dem Koalitionspartner ÖVP kommt.

Er bezeichnete seine Pläne als "radikalen Schritt", der gesetzt werden müssen. Denn man habe in den letzten Jahren auf sicherheitspolitische Veränderungen "nur kosmetisch reagiert". Es sei daher Zeit für größere Schritte.

Pröll: "Gleich teuer oder teurer bei weniger Leistung"

ÖVP-Vizekanzler Josef Pröll erteilt den Plänen von Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) eine Absage. "Wir haben uns die Modelle auf den ersten Blick angeschaut, die sind gleich teuer oder teurer als wir sie jetzt haben, und das mit weniger Leistung", kritisiert Pröll am Rande des Treffens der Euro-Finanzminister Montagnachmittag. "Für uns steht die Wehrpflicht nach wie vor im Vordergrund", wobei der Vizekanzler durchaus in diesem Bereich Reformbedarf konzedierte.

Für die ÖVP sei auch klar, dass der "flächendeckende Katastrophenschutz jederzeit bereit gestellt" werden könne, ebenso die regionale Versorgung des Bundesheers und es müsse eine professionelle Abwicklung der Auslandseinsätze geben. "Und die Wehrfähigkeit muss weiter gegeben sein, der Zivildienst ist vollinhaltlich zu gewährleisten. Auf diese Fragen gibt es keine Antworten im Modell".

"Kein Grund, Wehrpflicht abzuschaffen"
Also ein klares Nein zu Abschaffung der Wehrpflicht? - Pröll: "Wir haben keinen Grund, die Wehrpflicht abzuschaffen. Wir haben eine finanzielle Situation, die uns keinen Spielraum gibt. Und ein Berufsheer wird jedenfalls, das zeigen die Modelle, deutlich teurer".

Auf der nächsten Seite der spannende Live-Ticker zur Vorstellung der sieben Modelle!

 


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17 Postings
Tunichtgut meint am 18.01.2011 12:41:39 ANTWORTEN >
@Robert Cvrkal +blondinengeschädigter VPF-

na Eure Logik muss man besitzen,alle Achtung!!
Da meint ihr beiden im ernst dass BH-bedienstet
die man in Pension schickt,dem Staat mehr Kosten
als wenn sie als überflüssiges Anhängsel den vollen Sold,
natürlich ebenfalls vom Staat abkassieren?

dass eine Reform anfangs meistens mit Kosten verbunden ist,
ist nichts aussergewöhnliches

napoleon meint am 18.01.2011 06:49:41 ANTWORTEN >
So mal die Frage;
Alles ist freiwillig, Militärdienstzeit, Zivildienst,
Mit dieser Einstellung werden die Sozi ihren Schimpfwort wieder gerecht.
Sie sind Vaterlandslose Gesellen.
Ein jeder kann sich davon schleichen und die Sozi helfen noch dabei.
Tunichtgut meint am 18.01.2011 12:44:55
tja Bonaparte,als Waterloogeschädigter sieht man`s
halt etwas anders!
VolksParasitenFeind meint am 17.01.2011 22:06:16 ANTWORTEN >
@kementatore Du hebst sicher die rechte Hand zum Gruß, oder? Denn damals war Zwangsarbeit normal. Abgesehen davon würde das bedeuten dass diese Leute ewig arbeitslos wären und daher dem Steuerzahler ewig auf der Tasche liegen würden. Also bitte zuerst Hirn einschalten, falls ein solches vorhanden sein sollte, und dann posten!
VolksParasitenFeind meint am 17.01.2011 21:25:46 ANTWORTEN >
@Robert Cvrkal Sie haben Recht, schon heute stellt jede Firma die Frage ob ein Bewerber den Präsenzdienst abgeleistet hat oder nicht. Leute die sich auf 10 Jahre verpflichten, würden niemals einen Job bekommen! Das Einzige was Darabos also damit erreichen würde wäre, dass das Heer der Langzeitarbeitslosen noch mehr anwächst. Das Ganze ist also nur ein Versuch die Leute für dumm zu verkaufen, denn die Kosten würden einfach auf das AMS abgewälzt!
kementatore meint am 17.01.2011 21:01:47 ANTWORTEN >
zwangszuweisungen vom ams, da müßten sich doch 2000 finden lassen.... entweder proba oder bundesheer...
redsnepper meint am 17.01.2011 18:18:20 ANTWORTEN >
I, hau mi o. der Darabos in der Generaluniform. General ja, aber von der Dörrgemüseabteilung. Dort kann er mitreden, denn vom Militär hat der genau soviel Ahnung wie ich von der Schwangerschaft.
luckyhome meint am 17.01.2011 21:24:29
@redsnepper

Stimmt genau, daher ist es auch GsD nur eine Fotomontage!!!
Robert Cvrkal meint am 17.01.2011 18:12:04 ANTWORTEN >
Auch wenn das Modell jetzt so präsentiert wird, daß es für das Heeresbudget angeblich zu keinen Zusatzkosten kommt, dann ist zu überlegen welche Auswirkungen hat die geplante Änderung für den Gesamthaushalt in Österreich.

Wenn die freigesetzten Zivilbediensteten sowie Berufssoldaten sich in die Pension oder mangels alternativer Einsatzmöglichkeit in die Arbeitslosigkeit verabschieden, entstehen sehr wohl Zusatzkosten für den österreichischen Steuerzahler, welche nur zu einem geringen Teil durch die Anwerbung von Personen aus dem derzeitigen Arbeitslosenreservoir abgemildert werden können.

Von Regierungsstellen ist eigentlich zu erwarten, daß sie nicht nur ihren eingegrenzten Zuständigkeitsbereich in Prognosen einbeziehen, sondern auch die Auswirkungen von ihren Maßnahmen auf den Gesamthaushalt beachten. Eine Ausgliederung von Kosten aus dem Heeresbudget bei gleichzeitig zu erwartenden steigenden Sozialaufwendungen stellt auf jeden Fall keine offensichtliche Zukunftslösung dar.

Hinzukommt das Problem, daß kaum eine Firma eine Person einstellen wird, die auf einen Zeitraum von 10 Jahren immer wieder für Übungen oder Katastropheneinsätze aus dem betrieblichen Arbeitsprozeß entfernt wird. Man wird wohl diese Person früher oder später entfernen oder gar nicht einstellen.
wandern meint am 17.01.2011 16:45:33 ANTWORTEN >
Calipso:mich kann ruhig einer sehen,gegen den Darabos sehe ich ja aus wie ein junger Gott
hamfranz meint am 17.01.2011 14:11:30 ANTWORTEN >
Man könnte ja auch Langzeitarbeitslose in die Modelle einbinden. Bevor sie zu Hause herumsitzen oder unnütze Kurse des AMS besuchen und dafür Geld fürs bekommen, sollen sie Sozialdienste verrichten und auch ordentlich dafür bezahlt werden. Wenn sie sich vor dem Sozialdienst drücken, gibt es kein Geld.
WegmitderEU meint am 17.01.2011 09:18:29 ANTWORTEN >
Das Modell des Wehrdienstverweigerers hört sich ja in der Theorie gut an aber wie schaut die Praxis aus?
Keine Firma kann jemand brauchen der immer wieder zu Übungen oder Katastropheneinsätzen muss! Das bedeutet im Klartext: wer sich für 10 Jahre verpflichtet ist entweder ganz schnell seinen Job los oder er wird nie einen Job finden! Diese Leute bleiben also dauerhaft Kunden des AMS! Wenn man diese Kosten dann den angegeben Kosten dazu rechnet dann kommt dieses Modell um einiges teurer als das jetzige Bundesheer. Aber was erwartet man von Darabos auch anderes? Er hat seine "Kompetenz" ja bei den Eurofightern bereits unter Beweis gestellt.....
kementatore meint am 17.01.2011 09:12:51 ANTWORTEN >
züchtet man die millionäre von morgen ??? ein hohn für alle die dienst am vaterland durchgezogen haben.... aber anscheinend, seit beitritt zur eu-gaunerei, haben wir kein vaterland mehr, ganz zu schweigen von muttersprache
weinberl meint am 17.01.2011 08:56:21 ANTWORTEN >
2.000 Offiziere, 10.200 Unteroffiziere und 3.500 Chargen -> der KOPF IST ZU GROSS !!
Das derzeitige System ist ein Wasserkopf -> ZU VIELE HÄUPTLINGE für WENIGE INDIANER !!
Diese "strategischen" Nichtstuer gehören rigoros verringert ->
UND Prävention im Hinblick auf Alkoholmissbrauch (strengstes Alkoholverbot im Dienst !!, um die Negativwirkung auf die jungen Leute abzubauen)
AUCH das müssen ZIELE der notwendigen Änderungen sein !!!
wandern meint am 17.01.2011 08:37:22 ANTWORTEN >
auf den Foto sieht der Darabos aus wie ein Dodl
Calibso meint am 17.01.2011 12:24:57
geh lieber wandern!!sieht dich wenigst keiner.
helmut65 meint am 17.01.2011 08:03:45 ANTWORTEN >
So wie das ausschaut, wird es dann eine "österreichische" Fremdenlegion mit hauptsächlich Deutschkursen. Schießen werden sie mit Paintball, weil Darabos kann es nicht knallen hören. Darum war er ja nie eingerückt.
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