Darabos will Panzer einmotten

Einsparungen

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Darabos will Panzer einmotten

Das Bundesheer könnte im Zuge der geplanten Einsparungen große Teile der Panzertruppe einmotten. Das Großgerät der Panzertruppe, aber auch die Panzerhaubitzen der Artillerie sollen in einen Tiefschlaf versetzt werden, um Betriebs- und Wartungskosten zu sparen. Einige der Geräte sollen weiterhin betrieben werden und einem Teil der Truppe zur Ausbildung dienen. Wie viele der Panzer eingemottet werden sollen, steht noch nicht fest. Es könnte etwa die Hälfte sein, präzisierte Verteidigungsminister Norbert Darabos (S) am Montag anlässlich der Übergabe des neuen Funksystems "Conrad" an die Truppe seine Aussagen gegenüber dem "standard".

Zweistellige Millioneneinsparungen möglich
Das Bundesheer verfügt über 114 Leopard-, 112 Ulan-, 48 Kürassier-Panzer und 80 Panzerhaubitzen M 109. Der angedachte Tiefschlaf könnte Einsparungen in zweistelliger Millionenhöhe bringen. Alleine beim Treibstoff gebe es einiges an Sparpotenzial. Ob auch andere Geräte in der Luft oder am Boden betroffen sein könnten, bezeichnete Darabos als "möglich".

Darabos bekräftigte neuerlich, dass keine Waffengattungen abgeschafft werden, sondern nur "heruntergefahren". Einmotten sei auch für das Gerät besser, als wenn es zu wenig bewegt werden würde. Darabos warf - wohl in Anspielung auf das 500 Millionen Euro schwere und umstrittene "Mech"-Panzerpaket unter Werner Fasslabend (V) - die Frage auf, ob die Einkäufe seiner Vorgänger sinnvoll gewesen seien.

Kürzungen auch bei der Verwaltung
Ein genaues Spar-Konzept soll über den Sommer ausgearbeitet und im Herbst gemeinsam mit den Sparplänen aller anderen Ressorts vorgestellt werden. Das Verteidigungsressort liegen mit 3,5 Prozent an Kürzungsvorgaben im oberen Bereich. Größere Rationalisierungen kündigte Darabos auch im Verwaltungsbereich und bei der EDV an.

Bei der Truppe will er hingegen nicht sparen, bekräftigte der Minister anlässlich der offiziellen Übergabe des neuen digitalen Truppenfunksystems "Conrad". Das System mit rund 5.000 Funkgeräten hat 80 Millionen Euro gekostet und bedeute für das Heer eine "technische Revolution", sagte Darabos. Es hat eine Reichweite von acht bis 30 Kilometer und eine Lebensdauer von maximal 30 Jahren. Der Urtyp des bisherigen analogen Funksystems wurde schon 1968 im Vietnamkrieg eingesetzt

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