Das Wahl-Beben

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Das Wahl-Beben

Szenerie 1: Aufwind für Schwarz-Blau bei Hofer-Sieg
Sämtliche Titelseiten aus aller Welt beschäftigen sich bereits mit einem potenziellen Wahlsieg von Norbert Hofer. Sollte Hofer heute als erster Freiheitlicher die Hofburg-Wahl gewinnen, würde die Republik schließlich schwer erschüttert werden: Die Stimmung, die sich seit der Amtsübernahme von SPÖ-Bundeskanzler Christian Kern in der rot-schwarzen Koalition schlagartig verbessert hat, wäre rasch wieder getrübt. Das schwarz-blaue Lager um Reinhold Lopatka hätte hingegen wieder Auftrieb und würde prompt an einer schwarz-blauen (oder blau-schwarzen) Koalition auch im Bund basteln.

Blaue Republik: Strache mit Kurz in Regierung?
Die FPÖ, die lange von einer blau-roten Liaison mit Burgenlands SP-Landeshauptmann Hans Niessl und SP-­Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil geträumt hatte, hofft seit der Absage von Kern an die Blauen wieder auf die Schwarzen. Das blaue Szenario: rasche Neuwahlen und dann eine Koalition mit VP-Hoffnungsträger Sebastian Kurz.

Allerdings gibt es auch Stimmen, die sagen, dass SP-Kanzler Kern auf einen „Vranitzky-Effekt“ bauen könne. Der damalige SP-Kanzler hatte sich in der Waldheim-Zeit ein großes Staatsmann-Image aufgebaut.

EU fürchtet bei Hofer-Sieg auch Le-Pen-Triumph
Einem Präsidenten Hofer würde – zumindest in Berlin – eine Isolation blühen. In Paris wiederum fürchtet man eine „Vorbildwirkung“ und dass dann Marine Le Pen die Präsidentschaftswahl 2017 gewinnen könnte. Erbebt heute die EU?

Szenerie 2:Auftrieb für Kabinett Kern bei V.d.Bellen-Triumph
SPÖ-Kanzler Christian Kern und Berlins Kanzlerin Angela Merkel drücken am heutigen Wahlsonntag wohl beide Alexander Van der Bellen die Daumen.

Sollte der Ex-Chef der Grünen Präsident werden, könnte das neue Kabinett Kern schließlich aufatmen. Der rote Kanzler würde dann wohl auch eher eine Asylpolitik à la Merkel versuchen und auf „Haltung“ setzen.

Das schwarz-blaue Lager in der ÖVP wäre geschwächt und die „moderaten“ Kräfte bei SPÖ und ÖVP würden wohl einen echten Neustart in der angeschlagenen rot-schwarzen Koalition wagen.

Strache würde rot-grüne Republik unter Dauerfeuer nehmen
Rote und schwarze Polit-Strategen warnen allerdings vor einem trügerischen Frieden: „Dann würde sich die Koalition wieder zu sicher fühlen und bei der nächsten Nationalratswahl könnte Strache dann tatsächlich Erster werden.“ FP-Chef Strache würde die „rot-grüne Republik“ unter Dauerfeuer nehmen.

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