ÖSTERREICH-Interview

Das brutale Duell Blau gegen Grün

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Video zum Thema Strache im Duell mit Glawischnig: Die Highlights

Es tut uns leid. Dieses Video ist nicht mehr verfügbar.

wahlTV_banner_neu.jpg © TZ ÖSTERREICH/Kernmayer

>>> Sehen Sie hier das ganze Duell Strache - Glawischnig als Video

Am Tag nach der – überaus harten – ORF-Wahlkonfrontation zwischen der Grünen-Spitzenkandidatin und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache, duellierte sich das unterschiedliche Duo für ÖSTERREICH. Vor Start der Doppelconférence feierte sich die jeweilige Seite als Sieger.

Strache, der im ORF noch Samtpfötchen getragen hatte, zeigte im ÖSTERREICH-Duell wieder Krallen: „Die Einzige, die hier hetzt, sind Sie.“ Glawischnig, die Strache emotional und hart im ORF angegriffen hatte, blieb ihrer konfrontativen Linie treu, wirkte aber noch selbstsicherer als im ORF.

Grüne wollen Korruption als Hauptthema trommeln
Die Grüne erklärt denn auch, dass sie „Nummer drei“ werden und „die FPÖ überholen“ werde. Straches charmanter Konter: „Sie träumen von warmen Eislutschern.“ Inhaltlich will Glawischnig jedenfalls weiterhin das Thema Korruption in den Mittelpunkt rücken. Sie glaubt, dass sie die FPÖ und Strache nach den Affären um Schwarz-Blau so schwächen könne.

FPÖ macht Asyl zum einzigen Wahlkampf-Thema
Strache hingegen setzt auf ein altes blaues Thema: Asyl. Er wird es im knappen Monat bis zur Nationalratswahl unermüdlich trommeln und hofft damit wieder jede Menge Schlagzeilen und Aufregung zu produzieren. In ÖSTERREICH sagt Strache jedenfalls, dass er glaube, dass es am 29. September „drei annähernd gleich starke Parteien geben werde“ …
 

Strache gegen Glawischnig:

"Sie sind schäbig" - "Sie hetzten nur!

Eva Glawischnig und Heinz-Christian Strache – das ist Brutalität. Lesen Sie selbst:

ÖSTERREICH: Viele waren überrascht, Frau Glawischnig, dass Sie so aggressiv und offensiv im ORF-Duell gegen Strache waren. Warum haben Sie so reagiert?
Eva Glawischnig: Als aggressiv hätte ich es nicht beschrieben. Mir war wichtig, meine Kernanliegen in den Mittelpunkt zu stellen. Und natürlich ist Grün gegen FPÖ immer ein klassisches Duell. Es war eine sehr spannende Auseinandersetzung über wesentliche Fragen. Korruptionsbekämpfung in Österreich ist neben Umweltschutz unser zentrales politisches Anliegen, auch in diesem Wahlkampf.

VIDEO: Strache & Glawischnig über Wahlziele >>>

ÖSTERREICH: Herr Strache, Sie waren zurückhaltender als erwartet. Hat es damit zu tun, dass Sie heuer defensiver sind? Oder mit den Nächstenliebe-Plakaten?
Heinz-Christian Strache: Man kann es auch souverän bezeichnen. Gestern war es sichtbar, dass ich nicht den Bildern entspreche, die man immer von mir macht. Was das Thema Hass und Aggression betrifft – es war durchaus sichtbar, von wo Hass ausgeht. Es wurden sogar Tafeln gezeigt und Korruption vorgeworfen. Ich habe in der eigenen Partei 2005 einen Trennstrich gezogen.
Glawischnig: Die FPÖ hatte – in gerichtlichen Dokumenten nachweisbar – von Anfang an Probleme, das Recht einzuhalten. Sie sind seit 2005 Parteiobmann. Mein Vorwurf an Sie ist, dass Sie es eben nicht geschafft haben, einen wirklichen Schlussstrich unter kriminelle Aktivitäten in Ihrer Partei zu ziehen. Es gibt eine lange Liste von rechtskräftig Verurteilten auch nach 2005. Ich bedauere es, dass Sie im Duell die Chance nicht genutzt haben, ein klares Wort zu den Hass-Postings auf Facebook zu sagen.
Strache: Ich habe deutlich gemacht, dass ich alles, was mit Hass und Gewalt zu tun hat, vehement ablehne. Ich bin dafür, dass solche Menschen angezeigt werden und zur Rechenschaft gezogen werden. Was aber sichtbar wird, ist, dass hier mit bewussten Mitteln gearbeitet wird mit denen keine FPÖ-Aktionäre im direkten Zusammenhang stehen und man versucht Bilder zu schaffen, die nicht stimmen.

VIDEO: Strache & Glawischnig über Korruption >>>

ÖSTERREICH: Wer soll solche „Bilder zeichnen“?
Strache: Beispielsweise Frau Glawischnig. Ich habe noch keine Entschuldigung gehört, dass von grüner Seite Plakate gezeigt worden sind, wie zum Beispiel ‚Nimm ein Sackerl für dein Gackerl‘.
Glawischnig: Van der Bellen hat schon damals gesagt, dass das geschmacklos war. Und ich wiederhole das gerne, damit Sie es verstehen.
Strache: Wir werden vorlegen, dass unter der grünen Obmannschaft von Peter Pilz vier Millionen Schilling vom libyschen Regime in Richtung grüne Quellen geflossen sind. Ich bin gespannt, ob Sie dann auch so einen klaren Trennstrich ziehen, wie ich es getan habe.
Glawischnig: Legen Sie doch Dokumente vor. Ansonsten passen Sie lieber auf, was Sie sagen. Wir haben Sie wegen Behauptungen in einem ÖSTERREICH-Streitgespräch schon einmal geklagt und Sie wurden verurteilt.
Strache: Sie werden geklagt, weil Sie im ORF behauptet haben, dass Gerhard Dörfler rechtskräftig verurteilt wurde, was nicht stimmt. Über den SP-Landeshauptmann Kaiser, gegen den ermittelt wird, sagen Sie nichts, weil Sie Rot-Grün vorbereiten.
Glawischnig: Ich diskutiere gerade mit Ihnen, nicht mit der SPÖ. Und in Ihren Reihen gibt es rechtskräftig verurteilte Politiker, wie etwa Susanne Winter.
Strache: Da ging es um ein Meinungsdelikt.
Glawischnig: Sie wurde wegen Verhetzung verurteilt. Wird bei Ihnen nicht unterschieden zwischen Delikten und Verhetzung? Verhetzung ist für Sie nicht so schlimm wie Korruption oder wie?
Strache: Es gibt eine klare Rechtsordnung, bei welchen Delikten man weiter befähigt ist, Parlamentarier zu bleiben. Winter hat diese Befähigung.
 

Nächste Seite: Teil 2 des großen Duells Strache gegen Glawischnig

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