Der H1N1-Impfstoff wird zum Ladenhüter

ÖSTERREICH

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Der H1N1-Impfstoff wird zum Ladenhüter

Seit Monaten ist die Schweinegrippe weltweit das Gesundheitsthema Nummer eins. Doch in Österreich scheint die Impfung (die nächste Woche startet) gegen das Virus niemanden zu interessieren.

Nur 18 Prozent wollen sich tatsächlich impfen lassen
Denn wie es aussieht, will sich fast niemand gegen die Schweinegrippe impfen lassen. Laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGovPhysonomics (500 Befragte) wollen sich nur 18 Prozent der Österreicher „wahrscheinlich“ oder „sehr wahrscheinlich“ impfen lassen.

Überhaupt ist die Angst vor dem H1N1-Virus gering: Nur acht Prozent der Befragten haben „starke Bedenken“, zwei Drittel sind „wenig beunruhigt“ oder „sehr wenig beunruhigt“.

Politiker, Promis bleiben cool: „Keine Impfung“
Überraschend die Resultate beim ÖSTERREICH-Rundruf unter heimischen Politikern und Prominenten – kein einziger Befragter plant, sich derzeit gegen die Schweinegrippe zu impfen. Nicht einmal der zuständige Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ): „Ich gehöre nicht zur Risikogruppe.“ Verteidigungs- und Sportminister Norbert Darabos (SPÖ): „Ich esse genug Obst, ich brauche keine Impfung.“

Nur Vizekanzler Josef Pröll (ÖVP) tanzt aus der Reihe: „Zuerst soll das medizinische Personal geimpft werden, dann ziehe ich es in Erwägung.“

Zum Vergleich: In Deutschland lassen sich fast alle Mitglieder der Regierung und viele Prominente impfen. Freilich: In Österreich gab es bisher 416 Infektionen, in Deutschland 23.000 Fälle und sogar einen Todesfall. Die Vorbereitungen für eine flächendeckende Impfaktion laufen jedenfalls auf Hochtouren: 500.000 Dosen des Impfstoffs sind gestern in die Bundesländer geliefert worden. Am 27. Oktober beginnt die Impfung für medizinisches Personal. Ab 9. November kann sich jeder impfen lassen.

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