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Wehsely ist zurückgetreten

Die Erste geht: Jetzt zerbricht Häupls Team

Die Wiener Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely muss gehen. Nach wochenlangen Spekulationen über den Umbau der Wiener Stadtregierung unter Bürgermeister Michael Häupl ist sie das erste Opfer.

Skandale in ihrem Ressort brachten politisches Aus

Die 46-Jährige war zehn Jahre lang Gesundheitsstadträtin, davor war sie für Frauen und Integration zuständig. Aufgrund der Skandale in ihrem Ressort – etwa die explodierenden Kosten für das Krankenhaus Nord – muss sie nun den Hut nehmen. Sie selbst sagt, dass sie schon vor Monaten über einen Ausstieg nachdachte. Wehsely wechselt nach Deutschland in die Führung von Siemens Healthcare.

Linker Flügel durch den 
Rücktritt jetzt geschwächt

Spannend wird, wie sich das Postenkarusell in Wien weiter dreht. Als fast fixe Ablöse-Kandidatin gilt auch Finanzstadträtin Renate Brauner. Wohnbaustadtrat Michael Ludwig sitzt vorerst fest im Sattel. Häupl hatte ihn am Freitag zu sich zitiert, aber nur Inhaltiches besprochen (siehe rechts).

Bei der Ablöse Wehselys zogen im Hintergrund auch Vertraute von Werner Faymann die Fäden. Die Stadträtin war im Mai gemeinsam mit ihrer Schwester Tanja federführend an der Demontage des damaligen Kanzlers beteiligt. „Da sind tiefe Wunden geschlagen worden“, so ein ehemaliger Mitarbeiter. Die Faymann-Leute nehmen dem linken Flügel bis heute übel, wie der Ex-Kanzler abserviert wurde, etwa im Pfeif-Konzert am 1. Mai. Mit Wehselys Rücktritt ist jetzt der linke SPÖ-Flügel geschwächt. (knd)

Wehsely war SPÖ-Hoffnung

Sonja Wehsely war eine große Zukunft in der SPÖ beschieden worden. Die Lebensgefährtin von SPÖ-Klubchef Andreas Schieder war als Ministerin und gar als Häupl-Nachfolgerin gehandelt worden. Als Gesundheits- und Sozialstadträtin war sie ieine Anführerin der „Willkommenskultur. Doch in ihrem Ressort nahmen die Troubles zu. In der entscheidenden Phase urlaubte sie in Sri Lanka – ihr politisches Aus.

Brauners Ablöse gilt als fix – Folgt ihr Ludwig?

Sonja Wehsely wird nicht als Einzige gehen müssen. Als fixe Ablöse-Kandidatin gilt Finanzstadträtin Renate Brauner. Sie urlaubt derzeit noch auf Kuba, doch spätestens bei der SPÖ-Klausur am 20. Jänner soll auch sie den Hut nehmen. Die von Häupl gewünschten Nachfolger wehren sich noch gegen ihre Inthronisierung. Wehsely soll der Chef des Fonds Soziales Wien, Peter Hacker, werden, doch der will nicht in die erste Reihe. Michael Ludwig soll Brauner folgen, ist aber in seinem Traumjob als Wohnbaustadtrat bereits angekommen. Gibt Ludwig sein Amt ab, könnte die Favoritnerin Kathrin Gaal folgen.

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