Die meisten Briefwähler haben gewählt

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Die meisten Briefwähler haben gewählt

Unter den Briefwählern hat sich offensichtlich herumgesprochen, dass es für sie heuer keine Nachfrist mehr gibt. Bis Freitagnachmittag lagen schon bis zu 85 Prozent der beantragten Wahlkarten ausgefüllt bei den Bezirkswahlbehörden, ergab ein Rundruf der APA in den Landeshauptstädten. Für Wien lagen allerdings keine Daten vor. Dort haben die Briefwähler, wie in Graz auch, noch bis Sonntag Zeit.

In allen anderen Gemeinden mussten die Briefwahl-Stimmen schon am Freitag bei den Wahlbehörden eingetroffen sein, weil am Wochenende keine Post zugestellt wird. Nur Wien und Graz nutzten den Briefwahlservice der Post. Dort werden jeweils am Sonntag 10.00 Uhr noch einmal die Briefkästen geleert und die Wahlkarten rechtzeitig vor Wahlschluss (17.00 Uhr) den Wahlbehörden zugestellt.

In Graz waren Freitagnachmittag dennoch schon 71 Prozent der Wahlkarten retourniert - entweder im Weg der Briefwahl oder, was auch möglich ist, direkt bei der Wahlbehörde abgegeben. In Eisenstadt und in St. Pölten lagen schon 85 Prozent der Wahlkarten ausgefüllt bei den Wahlbehörden. Drei Viertel der Wahlkarten wurden in Linz schon bis Freitag abgeliefert, in der Stadt Salzburg waren es 68 Prozent.

Der Rücklauf war damit sehr gut. Das zeigt der Vergleich mit 2008: Damals wurden österreichweit 586.451 Wahlkarten ausgegeben. 64 Prozent davon (375.634) wurden für die Briefwahl verwendet - und gemeinsam mit Wahlkarten, mit denen am Sonntag in fremden Wahlkreisen "klassisch" gewählt wurde, waren es fast 79 Prozent (461.408). Bereits am Sonntag mitgezählt und nicht extra ausgewiesen wurden die im eigenen Wahlkreis, aber in einem "fremden" Wahllokal, verwendeten Wahlkarten.

Auch heuer haben Wahlkarten-Besitzer, die die Briefwahlfrist versäumt haben, und sich nicht im Ausland aufhalten, noch Chancen: Sie können ihre Wahlkarte - auch am Samstag oder Sonntag - entweder selbst oder per Boten zur aufgedruckten Bezirkswahlbehörde bringen (lassen). Oder sie können am Sonntag "klassisch" in einem Wahllokal wählen; in jedem Bezirk nimmt mindestens eines Wahlkarten entgegen. Jedenfalls müssen sie die Wahlkarte aber mitnehmen: Denn ohne ist eine Wahl nicht mehr möglich, wenn man eine beantragt hat.

Und wer es verabsäumt hat, die Wahlkarte zeitgerecht von der Post zu holen, hat auch noch eine "zweite Chance". Denn die nächstgelegene Gemeindewahlbehörde holt die übrig gebliebenen Wahlkarten ab und hält sie für die Stimmabgabe am Sonntag bereit. Wo man seine Wahlkarte findet, kann man bei einer eigens eingerichteten Hotline des Innenministeriums (01/53126 DW 2470) auch am Sonntag noch erfahren.

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