Gags gegen FPK

Dörfler flieht vor Villacher Fasching

doerfler
© APA

Eklat in Kärnten: In Zeiten von Parteispaltung und Hypo-Debakel steigen die Politiker auf die Spaßbremse. Allen voran der Kärntner LH Dörfler.

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Auch wenn er noch so durch den Kakao gezogen wurde: Der verstorbene Landeshauptmann Jörg Haider ließ die Witze der Villacher Faschingsnarren Jahr für Jahr über sich ergehen, er war sogar „Ehrenmitglied“ der Gilde.

In Zeiten von BZÖ-FPK- „Krieg“ und nach dem Hypo-Skandal ist für die Politik aber Schluss mit lustig:

Der Fasching wird heuer zum Spielball von Polit-Streitereien.

Haider-Nachfolger Gerhard Dörfler (FPK) wird bei der ORF-Aufzeichnung der „Prominenten-Sitzung“ am kommenden Samstagabend fehlen.

Offizieller Grund: Terminprobleme. Eine andere Faschings-Gilde habe ihn einfach vorher eingeladen (Interview rechts).

FPK-kritische Witze als Grund für den „Boykott“?
Die Narren und politischen Konkurrenten Dörflers orten die wahren Gründe ganz woanders. Die Witze seien wohl zu FPK-kritisch, so der Tenor.

Eine Kostprobe: „Sagt der Lehrer: Franzi, wie lautet das politische Motto von unserem Landeshauptmann? Franzi: Keine Ahnung. Lehrer: Absolut richtig. Sehr gut!“

„Der Dörfler geht ungern zum Fasching. Vielleicht hat er Angst, dass er zu arg verrissen wird“, mutmaßt Manfred Tisal, der bis zum Vorjahr den legendären „EU-Bauern“ spielte. Nachsatz: „Er teilt gerne aus, aber einstecken will er nicht so gern.“

Bitter für die Narren: Auch von der Bundesregierung hat bisher niemand zugesagt. „Das gab es noch nie“, sagt der Villacher Bürgermeister Helmut Manzenreiter. Er vermutet, dass die Spitzenpolitik aus Wien den Fasching meidet, weil aus der Kärntner Landesführung nach der Staatshilfe für die Hypo Hohn statt Dank gekommen ist.

Zwei Politiker werden trotz allen Wirbels wohl doch kommen: Der Kärntner Finanz-Landesrat Harald Dobernig (FPK) und der Dritte Nationalratspräsident Martin Graf (FPÖ).

Und ein dritter würde gerne, kann aber nicht: Stefan Petzner (BZÖ) hat bisher keine Karte. Und die Organisatoren melden: „Leider ausverkauft.“

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