Dorner:

Interview

© Norbert Juvan

Dorner: "15.000 Ärzte streiken jetzt!"

ÖSTERREICH: Sie haben heute den Streikplan der Ärzte beschlossen. Wie viele werden sich beteiligen?

Walter Dorner: Ich hoffe, dass alle mitmachen. Das sind rund 15.000 Ärzte österreichweit.

ÖSTERREICH: Die Regierung sagt, dass sie den Ärzten entgegengekommen ist. Warum also der Streik?

Dorner: Die Regierung hat ihren Gesetzesentwurf nur kosmetisch geändert. Es gibt keine einzige Verbesserung. Der Entwurf ebnet den Weg in die Zwei-Klassen-Medizin.

ÖSTERREICH: Der Entwurf liegt jetzt im Parlament. Wie wollen Sie die Abgeordneten überzeugen?

Dorner: Alle Kurienobleute aus den Bundesländern werden versuchen, die jeweiligen Nationalräte aus dem betreffenden Wahlkreis zu überzeugen. Die Mandatare dürfen diesem Gesetz nicht zustimmen.

ÖSTERREICH: Wie muss der Gesetzesentwurf geändert werden, damit er Ihre Zustimmung findet?

Dorner: Die befristeten 5-Jahresverträge müssen raus. Sonst können die niedergelassenen Ärzte nicht überleben. Die Sozialversicherung darf nicht die Qualitätskriterien im medizinischen Bereich kontrollieren. Und Einzelverträge kommen nicht in Frage.

ÖSTERREICH: Woher soll denn das Geld kommen, das eingespart werden muss?

Dorner: Es gibt zum Beispiel rund 900 Mio. Euro Ausstände der Wirtschaft bei der Sozialversicherung.

ÖSTERREICH: Gibt es keinen anderen Weg als Streik?

Dorner: Ich wünschte, es wäre nicht so weit gekommen. Und ich wünschte, wir hätten eine verständnisvolle Gesundheitsministerin gehabt, die das Problem mit Intellekt abgehandelt hätte.

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