Drogenbande 
nach Samurai-
Attacke gesprengt

Hotspot U6

Drogenbande 
nach Samurai-
Attacke gesprengt

Nach Wien kamen die dreizehn 19- bis 29-jährigen Algerier allesamt als angeblich jugendliche Flüchtlinge. Weil die „Teenager“ aber kaum eine Chance auf Asyl in Österreich haben, bestritten sie ihren Lebensunterhalt sofort nach ihrer Ankunft mit kriminellen Geschäften, was im konkreten Fall auf Drogenhandel hinauslief.

Seit August 2015 nahmen sich die Algerier eine U-Bahn-Station nach der anderen vor: Schottenring (U2), Prater­stern (U-Bahnen und S-Bahnen) sowie die Nußdorfer Straße und den Handelskai an der „Horrorlinie“ U6.

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(c) Polizei

Während die Algerier mit anderen Gruppen (etwa den schwarzafrikanischen Dealern im Bereich der U6 in der Thalia- oder Josefstädter Straße) keinen Streit anzettelten, splitteten sie sich selbst in zwei rivalisierende Gruppen auf.

Cannabiskraut und Ecstasy in den U-Bahn-Stationen

Nach ihren jeweiligen Anführern nannten sie sich „Mostapha“ und „Islem“ – und eigentlich liefen die Drogengeschäfte gut: Pro Woche gingen 1,5 Kilogramm Cannabiskraut und jede Menge Ecstasy durch ihre Hände. Doch dann überwarfen sich die beiden Gruppen endgültig.

Als sich die Bandenbosse am 25. April beim Handelskai zu einer Aussprache trafen, eskalierte der Streit: Ein 28-Jähriger wurde mit einem Samuraischwert niedergestochen und lebensgefährlich verletzt. Vier weitere Al­gerier präsentierten sich als Opfer einer unerklärlichen ­Attacke. Doch die Polizeiermittlungen ergaben bald ein anderes Bild, das letztlich zur Festnahme der elf Verdächtigen führte. Es gilt die Unschuldsvermutung.(kor)

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