EU & Bures fordern billigere Vignetten

Slowenen unter Druck

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EU & Bures fordern billigere Vignetten

SPÖ-Verkehrsministerin Doris Bures hat sich in Brüssel über die neuen teuren Maut-Pickerl im Nachbarland Slowenien beschwert. Bures wandte sich in einem offiziellen Schreiben an EU-Kommissar Antonio Tajani, um österreichischen Protest gegen die slowenische Vignetten-Regelung zu erheben.

15 Euro für 15 Kilometer
15 Euro für eine Sieben-Tages-Vignette für eine Gegenleistung von nur 15 Kilometer Autobahn - auf der Hauptroute des Reiseverkehrs durch Slowenien nach Kroatien - sei "stark überhöht", findet Bures. Für einen zweiwöchigen Urlaub in Kroatien müsste demnach mit einer Autobahngebühr von 30 Euro gerechnet werden. Das sei kaum eine Verbesserung gegenüber dem bestehenden Tarif von 35 Euro für die Halbjahresvignette.

"Nicht akzeptabel"
"Bei allem Verständnis für die schwierige Situation der Autobahnfinanzierung in Slowenien", so Bures in dem Schreiben, "erscheint aus Sicht Österreichs und der großen Zahl von Kurzzeit-Reisenden nach/durch Slowenien ein derart überhöhter Preis für eine nur sieben Tage gültige Vignette nicht akzeptabel."

EU verlangt Preis-Reduzierung
EU-Verkehrskommissar Antonio Tajani zeigt Verständnis für Bures, und fordert von Slowenien billigere Kurzzeitvignetten. "Der Preis soll 10 Euro für eine Woche betragen", sagte Tajani. Der slowenische Verkehrsminister Patrick Vlacic betonte unterdessen, dass die Entscheidung über die Vignetten-Preise "sehr schnell" getroffen werde.

Ab 1. Juli werden in Slowenien zusätzlich zur Jahresvignette auch Auto-Mautpickerl für sieben Tage und einen Monat eingeführt. Dagegen wird die Halbjahresvignette für Pkw abgeschafft. Die Vignetten-Preise muss die Regierung mit einer Verordnung noch festlegen - wahrscheinlich nächste Woche. Die Sieben-Tage-Vignette soll 15 Euro kosten, der Preis für die Jahresvignette soll von derzeit 55 auf 95 Euro erhöht werden. Der Preis für die Ein-Monats-Vignette wird noch überlegt, dürfte aber zwischen 30 und 35 Euro liegen. Wer noch eine Halbjahresvignette kauft, soll sich die Rechnung aufbewahren. Nur so kann im Falle einer Verurteilung Sloweniens später das Geld zurückgefordert werden.

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