10. März 2010 12:06
© Roman Fuhrich/TZ ÖSTERREICH
Für Deutsch als Arbeitssprache des Europäischen Diplomatischen Dienstes
sprach sich am Mittwoch der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen
Parlament, Andreas Mölzer, aus. "Deutsch ist eine der drei Amtssprachen der
Europäischen Union und muss daher auch im diplomatischen Dienst Verwendung
finden. Brüssel muss endlich aufhören, die einhundert Millionen
deutschsprachigen EU-Bürger vor den Kopf zu stoßen", forderte Mölzer bei
seiner Rede vor dem Plenum des Europäischen Parlaments in Straßburg.
Weiters wies der freiheitliche EU-Mandatar darauf hin, dass es für das
Funktionieren des Europäischen Diplomatischen Dienstes unabdingbar sei, die
Erfahrungen und guten Beziehungen der Mitgliedsstaaten zu bestimmten
Regionen optimal zu nutzen. "Österreich etwa hat bekanntlich sehr gute
Beziehungen zu den Balkanstaaten, von denen die EU insgesamt profitieren
kann. Denn der Balkan ist im Gegensatz zum Hindukusch eine Schlüsselregion
für die Sicherheit Europas. Hier muss die EU in der Lage sein, für Ordnung
und Stabilität zu sorgen und das Ausbrechen künftiger Konflikte zu
verhindern", betonte Mölzer.
Als positiv bezeichnete der freiheitliche Europa-Abgeordnete, dass Catherine
Ashton, die neue Vertreterin für die EU-Außenpolitik, ihm, Mölzer, im Plenum
des EU-Parlaments auf Deutsch geantwortet habe. "Das zeigt, dass Ashton, die
bislang nicht für ihre herausragenden Fremdsprachenkenntnisse bekannt war,
andere Sprachen lernt. Allerdings darf das nicht darüber hinwegtäuschen,
dass sich die EU-Außenministerin zu wichtigen außenpolitischen Fragen bisher
nur in Schweigen gehüllt hat", schloss Mölzer.