Faymann: Rede gegen Gier im EU-Parlament

Auftritt im Parlament

Faymann: Rede gegen Gier im EU-Parlament

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Nicht vielen wird diese Ehre zuteil. Als erst dritter EU-Regierungs-Chef (nach Merkel und Monti) durfte Werner Faymann Dienstagnachmittag vor dem EU-Parlament außertourlich eine Rede halten. Der Applaus war mehr als höflich, Faymanns Plädoyer für mehr gemeinsame Regeln und vor allem gegen die Gier der Finanzmärkte stieß vielfach auf Zustimmung.

Angesicht von Millionen Arbeitslosen in der EU sei es „zynisch“, vom Ende der Krise zu reden, wies Österreichs Kanzler zunächst einmal – ohne sie zu nennen – seine eigene Finanzministerin Maria Fekter in die Schranken.

Dann bekamen jene Politiker ihr Fett ab, die die Aufräumarbeiten durch die Krise behinderten. Also – ebenfalls ohne ihn zu nennen – der britische Premierminister David Cameron: „Wenn wir Europa stärken, stärken wir uns selbst. Wenn wir Europa schlecht reden, machen wir uns selbst schlecht.“

Faymann rechnete mit Bremsern in der EU ab
Faymann rief zu mehr Solidarität mit den Krisenländern auf: „Wenn die einen fast keine Zinsen zahlen, die anderen aber bis 6 und 7 Prozent, dann sind die getroffenen Maßnahmen erst der Anfang.“

Konfrontation mit deutscher Kanzlerin
Offen ging Faymann auf Konfrontation mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel: „Ich halte die Idee des Schuldentilgungsfonds für einen absolut richtigen Weg“, sprach er sich für eine teilweise Vergemeinschaftung von Staatsschulden aus.

Die Reaktionen? Durchwegs positiv: EU-Chef José Manuel Barroso lobte Faymann, und ÖVP-Mandatar Othmar Karas gratulierte dem Kanzler, „dass er immer öfter zu Europa hält“.

 

Zum Nachlesen auf der nächsten Seite: Der OE24-LIVE-TICKER von der Rede von Kanzler Faymann:

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