EU-Skepsis nimmt langsam ab

Eurobarometer

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EU-Skepsis nimmt langsam ab

Rund 41 Prozent der Österreicher haben laut Eurobarometer-Umfrage die EU-Mitgliedschaft Österreichs als eine "gute Sache" bewertet. Die aktuelle Befragung habe den "positiven Trend" bestätigt und die Europaskepsis nehme langsam ab, erklärte Richard Kühnel, Leiter der EU-Kommissionsvertretung in Österreich, bei der Präsentation. Nur 19 Prozent bewerten demnach die EU-Mitgliedschaft als schlecht und 78 Prozent der Österreicher fühlen sich als Europäer.

Krise wirkt sich aus
Dieser positive Trend sei unter anderem anhand der Wirtschafts-und Finanzkrise zu erklären, ergänzte Kühnel seine Ausführungen. Denn die Österreicher hätten gesehen, dass diverse Maßnahmen auf EU-Ebene gesetzt worden seien, um der Krise zu trotzen.

Auf die Frage, ob die EU-Mitgliedschaft Österreichs insgesamt gesehen Vorteile hat, antworteten 47 Prozent der 1.015 Befragten mit einem "Ja". Die Stimmung in Österreich steige langsam an und stabilisiere sich, betonte Harald Pitters, Projektleiter am Gallup-Institut. Allerdings sei dies noch kein Grund, um groß zu feiern. Vor allem Frauen seien der EU gegenüber etwas skeptischer eingestellt als Männer, ergänzte Kühnel. Dennoch steige das Vertrauen in die EU. Laut "Eurobarometer" glauben 37 Prozent, dass "Meine Stimme" in der Europäischen Union etwas zählt, und 46 Prozent gaben an, dass die Stimme "Österreichs" etwas zählt.

Positive Assoziationen
Klare Meinungen haben die Österreicher dazu, was sie mit der EU assoziieren. 55 Prozent verbinden die EU mit dem Euro, 46 Prozent mit der "Freiheit überall in Europa zu reisen, zu arbeiten und zu studieren", ebenfalls 46 Prozent mit einer steigenden Kriminalität, 31 Prozent mit Arbeitslosigkeit und 30 Prozent mit Frieden.

Als die wichtigsten Probleme, denen man derzeit in der EU und Österreich gegenübersteht, gaben 43 Prozent die "Wirtschaftliche Situation" und die Bekämpfung der "Arbeitslosigkeit", 30 Prozent die "steigenden Preise und die Inflation" und 14 Prozent die "Einwanderung" an.

Österreich habe, verhältnismäßig für seine Größe, in den vergangenen Jahren gerade in den Bereichen "Umwelt" und "Osteuropa" viel erreicht, erklärte Kühnel. Allerdings sehe man diese Erfolge und die Arbeit, die dahinter stecke, nicht immer, da die Beschlüsse auf EU-Ebene fallen würden.

Laut Pitters würden derzeit nur 20 Prozent der Österreicher einen Austritt aus der Europäischen Union befürworten.

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